Emma Weiß kann zufrieden auf ihre zweiten Olympischen Spiele in Cortina zurückblicken. Foto: Privat

Die Albstädterin belegt im olympischen Aerials-Wettbewerb in Cortina den zwölften Rang.

L Mit der Startnummer 13 ging Emma Weiß am Mittwochmorgen in die Konkurrenz der 25 weltbesten Aerials-Ski-Akrobatinnen. An der Schanze unterstützten sie ihre Familie, ihre Osteopathin, ihre Mentaltrainerin und viele Fans.

 

Bis zu zwölf Meter wurden die Teilnehmerinnen in die Luft geschleudert, um die Kombinationen ihrer Saltos und Schrauben zu zeigen. Die Topnationen China, USA und Australien waren mit jeweils vier Starterinnen im Rennen. Und wie immer kam es auf die perfekte Landung an.

Weiß löst das Ticket für das Finale

Die 26-jährige Albstädterin zeigte in Durchgang eins einen Back Full-Full und jubelte nach einer famosen Landung über 81,90 Punkte. In Durchgang zwei der Qualifikation zeigte sie den Back Double-Full-Tuck, war in der Luft etwas unsauber und kam exakt auf die gleiche Wertung in Durchgang eins.

Im Zielbereich musste sich noch etwas zittern, was die anderen Quali-Teilnehmerinnen noch zu bieten hatten. Letztlich wurde sie aber nicht mehr von Platz elf verdrängt. Emma Weiß – ihr Mundschutz trägt ein Kreuz und bringt ihres Gottesglauben zum Ausdruck – erreichte somit das Finale der besten zwölf. Das war ein Riesenerfolg für die Olympionikin – in Peking vor vier Jahren war sie in der Qualifikation ausgeschieden.

Sturz bei der Höchstschwierigkeit

Am frühen Nachmittag zeigten die Top12 ein Spektakel. Im Finale 1 zeigte Emma Weiß gleich ihre Höchstschwierigkeit, einen Back Double-Full-Full, stürzte aber bei der Landung. Drei Chinesinnen dominierten und wurden nur von der Australierin Danielle Scott überflügelt.

75,28 Punkte bedeuten Rang zwölf für Weiß

In einem hochklassigen Finale machten die Topspringerinnen keine Fehler. Emma Weiß entschied sich daher im zweiten Durchgang ihren Paradesprung, den Back Full-Full zu springen. Es war für sie ein versöhnlicher Abschluss mit einer Wertung von 75,28 Punkten, was im Endklassement Platz zwölf bedeutete.

„Abschlussfeier“ mit Freunden und Familie

Während die Top 6 im Finale 2 um die Medaillen kämpften, feierte die deutsche Olympionikin mit Familie, Freunden und Fans im Zielbereich ihren Achtungserfolg. Um die Medaillen konnte Emma Weiß mit ihrem derzeitigen Sprung-Repertoire nicht mitspringen. Wer weiß, vielleicht ist es in vier Jahren bei den Olympischen Winterspielen in Frankreich so weit.