Ein Contest unter der Schellenbergbrücke zog 200 Teilnehmer und Besucher an. Die Szene ist weiblicher geworden.
Hochbetrieb im Skaterpark unter der Schellenbergbrücke. Zum 15. Mal steigt das Dirty South Summer BBQ.
Bei durchwachsenem Wetter reisen etwa 200 Teilnehmer und Zuschauer an. Der Wettbewerb gilt als einer der traditionsreichsten in der Skaterszene Baden-Württembergs.
Michael Münzer, Mitveranstalter des Contests, erinnert während des Wettbewerbs am Samstag an die Anfänge: „Schon damals, vor 15 Jahren, haben wir uns in kleiner Runde im Skaten gemessen.“
Zwei verschiedene Contests
Und das stand dieses Jahr zwischen 12 bis 20 Uhr auf dem Programm: „Zwei verschiedene Skate-Contests haben wir auf die Beine gestellt. Es gibt einen Wettbewerb mit drei Teams und einen Best Trick Contest“, erklärt er. Die Besucherzahlen sind etwas niedriger als im Vorjahr, was Münzer auf das Wetter und andere Veranstaltungen zurückführt. „Letztes Jahr sind es etwa 300 Besucher gewesen.“ Trotzdem bleibe das Dirty South Barbecue legendär: „Diese Veranstaltung ist in ganz Baden-Württemberg bekannt. Viele Leute kommen sogar aus der Schweiz hierher.“
Tolle Stimmung
Leon Podgurschi beschreibt die besondere Atmosphäre: „Die Stimmung hier ist einfach toll. Man sieht großartige Tricks, und die Leute sind gut drauf.“ Obwohl er verletzungsbedingt nicht teilnehmen kann, freut er sich als Zuschauer: „Es macht auch als Besucher viel Spaß, dabei zu sein", sagt der 45-Jährige.
Auch Tanja Stadler sagt: „Skaten ist wirklich cool. Die Tricks, die hier gezeigt werden, sind beeindruckend." Sie überlege ernsthaft, mit 50 Jahren noch mal anzufangen.
„Es ist ein Lebensstil“
Frauen sind ebenfalls stark vertreten. Meryem Gümes, eine 23-jährige Teilnehmerin, ist stolz auf ihre Leistung: „Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Runde. Skaten ist nicht nur ein Sport, es ist ein Lebensstil, der wahnsinnig viel Spaß macht.“ Sie trainiert mehrmals pro Woche und genießt die Freiheit: „Skaten kann man einfach immer und überall.“
Begeisterte Zuschauer
Zuschauerin Nelly Mjoke zeigt sich ebenfalls begeistert: „Es ist toll, was die Skater hier auf ihren Brettern zeigen. Die Tricks sind wahnsinnig beeindruckend, und die Stimmung ist total entspannt", sagt die 22-Jährige. Marcel Schmieder ist aus Rottweil angereist und ist mit seiner Performance zufrieden: „Mir gefällt es richtig gut hier. Die Atmosphäre ist super, und ich bin zufrieden mit meiner Runde.“ Der 22-Jährige trainiere rund viermal die Woche. Ben Talep, Jury-Mitglied und Vorsitzender des Skater-Vereins Donau, lobt die hohe Teilnehmerzahl: „Es läuft super. Viele Starter kommen aus dem ganzen Land, um hier zu skaten.“ Besonders freut er sich über die steigende Beteiligung von Frauen: „Es ist großartig, dass immer mehr Mädels in die Szene kommen. Das bringt frischen Wind in den Sport.“ Einen Aufschwung durch Olympia sieht der 37-Jährige jedoch nicht.
So kommen die Bewertungen beim Skaten zustande
Darauf kommt es an
Beim Skaten spielt die Bewertung eine entscheidende Rolle und setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Zunächst wird die technische Schwierigkeit der Tricks bewertet. Je anspruchsvoller und komplexer ein Trick ist, desto höher fällt die Bewertung aus. Genauso wichtig ist die Sauberkeit der Ausführung: Tricks müssen präzise und ohne sichtbare Fehler durchgeführt werden, um maximale Punktzahlen zu erzielen. Ein weiteres zentrales Kriterium ist die Kreativität. Skater, die durch originelle und innovative Moves sowie eine kreative Linienwahl im Skatepark auffallen, werden besonders hoch bewertet. Der Flow, also die flüssige und dynamische Ausführung der Tricks in Kombination mit der Geschwindigkeit, ist ebenfalls ausschlaggebend. Auch die Landungen spielen eine große Rolle: Tricks, die sauber und kontrolliert gelandet werden, zeigen technische Raffinesse und tragen zu einer besseren Bewertung bei. Diese Kombination aus Schwierigkeit, Kreativität, Sauberkeit, Flow und sauberen Landungen ergibt eine umfassende Bewertung beim Skaten.