Mittlerweile ist der Skateplatz unter der Brücke zu einer modernen und soliden Anlage geworden. Bis im Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – vorausgesetzt das Wetter spielt mit und es kommt nicht zu Engpässen. Foto: Roger Müller

Seit August wird kräftig unter der Käferbrücke gewerkelt: Die Skateboard-Anlage wird praktisch rundum erneuert. Die neue Anlage wird eine Zweiteilung erfahren: in einen Betonbereich und einen Plazabereich.

Donaueschingen - Dadurch hebe sich der Skatepark von anderen Anlagen dieser Art ab. "Der betonierte Bereich wird in Ortbetonbauweise errichtet, das heißt, dass die Modellierung der sogenannten Flat (ebene Fläche) und der integrierten Obstacles (Hindernisse) durch einen Skateboardanlagen-Bauer vor Ort erfolgt, was eine ideale Befahrbarkeit garantiert", erklärt die Sprecherin des Rathauses Beatrix Grüninger.

 

Der Plaza-Bereich hingegen wird mit einer Pflasterfläche belegt. Dadurch sei gewährleistet, dass notwendige Wartungsarbeiten an den vorhandenen Brückenpfeilern und an den Versorgungsleitungen im Untergrund ohne großen Aufwand ausgeführt werden können. Und dieser Bereich wiederum wird mit Skateboard-Elementen, vorzugsweise Holzrampen, ausgestattet. "Hier sollen zunächst Teile der alten Elemente wieder aufgebaut werden, sukzessive sollen diese jedoch gegen neue ausgetauscht werden", so die Rathaussprecherin. Das Konzept zur Sanierung und Umgestaltung der Skateranlage wurde von dem auf Skateparks spezialisierten Architekturbüro Studio L2 in Zusammenarbeit mit dem städtischen Hochbauamt entwickelt.

Jugendliche mit eingebunden

Auch der Verein Donau Rollt, der die Interessen der Skater-Szene rund um Donaueschingen vertritt und als Kooperationspartner der Stadt fungiert, wurde an der Konzeptentwicklung beteiligt. "Die Jugendlichen waren eng in den Prozess mit eingebunden, denn Wünsche und Anforderungen der Skateboarder wurden abgefragt und diskutiert", sagt Beatrix Grüninger. Auf die Installation von sanitären Anlagen hat man bewusst verzichtet, denn in nur 200 Metern Entfernung steht auf dem alten Festhallenplatz eine öffentliche Toiletten-Anlage zur Verfügung. Der Skatepark ist öffentlich und frei zugänglich und kann täglich von 9 bis 22 Uhr genutzt werden.

Einweihungsfeier im Frühjahr geplant

Auf die Frage, ob es einen Schutz vor Vandalismus gibt, erklärt Grüninger: "Einen speziellen Schutz gegen Vandalismus haben wir nicht vorgesehen, vielmehr gehen wir von der Wertschätzung der Nutzer für dieses aufgewertete Angebot der Stadt Donaueschingen aus." Die Arbeiten laufen seit August. Je nach Witterung und Kapazitäten der Firmen sollen die Arbeiten Anfang Dezember abgeschlossen sein. Dann können die Skateboarder die Anlage wieder nutzen. Eine Einweihungsfeier soll es im Frühjahr 2023 geben.

Info: Finanzierung und Details

So alt ist die Anlage: Die Anlage, die Ende der 1990er Jahre durch die Stadt und mithilfe von Sponsoren realisiert wurde, machte in den Skateboarder-Kreisen schnell die Runde und wurde für sie zu einem beliebten Treffpunkt. Nach und nach wurde die Anlage erweitert, sodass am Ende ein richtiger Skatepark entstand. Inzwischen sind die Bahnen jedoch in die Jahre gekommen, und somit stand nun eine Sanierung an.

Das ist neu: Auf der neuen Skateboard-Anlage werden auf dem betonierten Bereich ein Quarterhip (1,50-Meter-Rampe mit einer nach außen gewölbten Rundung), eine Funbox mit Rail und zwei Ledges (eine dachförmige Doppelrampe mit Geländer und Mauer an den Seiten) sowie eine Pyramide mit Curb (länglicher Block mit Kanten) installiert beziehungsweise modelliert.

So läuft die Finanzierung: An die 250 000 Euro soll die Sanierung kosten, finanziell gefördert wird das Projekt von der Sparkassenstiftung. Außerdem hat die Bürgerstiftung dem Verein Donau Rollt eine finanzielle Unterstützung für die Neuanschaffung eines Skate-Elements zugesagt.