Einen Nachmittag lang trafen sich 52 Starter beim „Skatejam Volume 4“ im Rottweiler Skatepark zu einem Wettbewerb und unterhielten etwa 150 Zuschauer, die sich bei dem sehr unterkühltem Wetter um die 10 Grad im Skatepark getroffen hatten. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Noch am Vormittag hatten die Veranstalter, Mitglieder und Helfer des „Rollbrett Rottweil“ die ganzen Bahnen und Schanzen des Skateparks mit Besen, Wasserschiebern und Laubbläsern getrocknet. Mit etwas Verspätung ging es nach der Mittagspause erst in ein Aufwärmtraining und dann in die Ausscheidungen.
Die Teilnehmer unterschiedlicher Altersklassen waren zum Teil weit angereist und rekrutierten sich aus Süddeutschland wie Stuttgart, Frankfurt oder Freiburg. Aber auch angrenzende Kreise waren vertreten mit Leuten aus Balingen oder Rosenfeld, einer war gar aus Bochum angereist.
„Alle sind gleich“
Sie traten in verschiedenen Klassen an. So gab es gesponsorte und nicht gesponsorte Teilnehmer, eine Altersklasse U15 sowie fünf Frauen. Als Anreiz waren mehr als 1000 Euro an Preisgeldern und verschiedene Sachpreise in etwa gleicher Höhe ausgelobt.
„Für uns ist es wichtig, dass auf dem Skateboard alle gleich sind, niemand wird ausgegrenzt“, sagte Robert Hak, der die Zuschauer und Teilnehmer durch die Veranstaltung führte und die Vorführungen moderierte.
Sport, Philosophie, Kunst
Hak: „Bei den Vorführungen und Ausscheidungswettkämpfen werden bei den Sprüngen und Moves verschiedene Gesichtspunkte wie Schwierigkeit, Ausführung, Power und Style gewertet. Die Teilnehmer an den Wettkämpfen sollen Spaß und Kreativität für die Zuschauer und Wertungsrichter rüberbringen. Für uns ist Skateboarding nicht nur ein Sport, sondern eine Philosophie. Manchmal eher noch eine Kunst“. Und das bewiesen die verschiedenen Teilnehmer, die nicht selten mit spektakulären Sprüngen glänzten oder mit ihren Boards über die abschüssigen und kurvigen Bahnen glitten.
Hämmernder Beat
Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den verschiedenen Klassen zeigten viel Engagement und waren mit tollen sportlichen Leistungen zu sehen. Das Ganze wurde untermalt vom hämmernden Beat aus den Boxen, die den gesamten Platz beschallten.
Auch die einbetonierten Geländer oder Kanten wurden rege zum Drübergleiten genutzt, während sich die Zuschauer dick eingepackt an einem wärmenden Feuer die Hände rieben oder sich mit Getränken von innen wärmten.