Rob Hak (links) und Jürgen Knubben geben einen Vorgeschmack auf die Ausstellung und den Skater-Contest. Foto: Siegmeier

Die Vorbereitungen für die Ausstellung „Skateboarts II“ im Forum Kunst laufen. Fast 80 kunstvoll gestaltete Boards aus 16 Ländern sind zu sehen.

Sie sind kunstvoll gestaltet – mit bunter Malerei, groben Steinen, kleinen Perlen, Grafik, üppigen Figuren, oder anderem: die mittlerweile 78 Skateboards, oder vielmehr die hölzernen Decks, die in der Geschäftsstelle des Forum Kunst am Friedrichsplatz darauf warten, im Bürgersaal für die Ausstellung „Skateboarts II“ drapiert zu werden.

 

Vernissage ist am Samstag, 13. Juli, um 19 Uhr. „Wir haben Boards aus 16 Ländern bekommen, sogar aus Japan und Brasilien“, informiert Rob Hak, Kurator, Künstler und Motor der Rottweiler Urbanart-Szene.

Auftakt war 2016

Bereits 2016 hatte er mit Jürgen Knubben die Ausstellung „Skateboarts I“ samt Skater-Contest, damals noch in der Hochbrücktorstraße, inititiiert, die auf großen Erfolg stieß.

Als die Idee für eine Neuauflage entstand, war auch Knubben sofort begeistert. „Uns ist es wichtig in unserm Kunstverein auch für die jungen Menschen etwas zu bieten, um attraktiv zu bleiben“, betont der Geschäftsführer von Forum Kunst. Der Kunstverein zählt fast 500 Mitglieder.

Und der Aufwand für die Vorbereitung des Kunstspektakels war einmal mehr riesig, denn zunächst wurden Kunstschaffende aus 16 Ländern eingeladen, sich mit dem Format Skateboard künstlerisch auseinanderzusetzen und Boards zu gestalten. Sämtliche Skateboard-Rohlinge wurden den Künstlern zugesendet – auch nach Japan und Brasilien. Nahezu alle sind mittlerweile unbeschadet eingegangen.

Viele vom letzten Mal wieder dabei

„Ein Drittel der Künstler vom letzten Mal sind auch heuer wieder dabei“, freut sich Rob Hak. Auch Isa Dahl, Julia von Troschke, Daniel Wagenblast, Tom Grimm, Jörg Obergfell, Stefan Strumbel und Thomas Putze haben Boards gestaltet, ebenso Rob Hak. Darüber hinaus wird es auch einige Editionen, wie den „Fabelhaft“-Wein geben. Davon werden nur 100 Stück erhältlich sein.

„Small City. Big Dreams“ war die Ausstellung 2016 überschrieben. „Damals hatten wir den großen Traum, in unserer Kleinstadt einen großen Skaterpark zu bauen, der seinesgleichen sucht. Und wir haben Geld dafür gesammelt“, erinnert Hak.

Skaten ist eine Lebenseinstellung

Mittlerweile feiert der Rollbrett-Verein zehnten Geburtstag, der Skaterpark steht, und es gibt Trainerstunden für Kids. „Und alles gedeiht und blüht“, sagt Hak. Deshalb heißt es diesmal: „Still small city, still big dreams“. Die Ausstellung hat die Aufgabe, die Subkultur Skateboarding und ihre Verbindung zur zeitgenössischen Kunst abzubilden. Und obwohl das Skateboarding mittlerweile zur olympischen Disziplin erkoren wurde, ist es für die Aktiven eher eine Art Philosophie und Lebenseinstellung.

Am Samstag, 13. Juli, startet um 13 Uhr der Skater-Contest auf dem Gelände der Kunststiftung Erich Hauser. Und hier kommt dann auch Werkstattpreisträger Sergej Vutuc ins Spiel, der zum einen auch ein Board gestaltet, aber auch befahrbare Skulpturen, so genannte Obstacles. Die Vernissage im Forum Kunst beginnt am Samstag, 13. Juli, um 19 Uhr. Die Ausstellung wird bis zum 1. September zu sehen sein.