Die besten Skater des Landes zeigten ihre Tricks im Dome des Europa-Parks nur vor wenigen Augenzeugen. Zuschauer waren bei der Deutschen Meisterschaft nicht zugelassen. Foto: Europa-Park

Skateboard: Neue Deutsche Meister stehen fest / 61 Teilnehmer zeigen ihr Können in drei Kategorien

Zum Finale der Deutschen Skateboard-Meisterschaft haben 61 Teilnehmer aus dem ganzen Land im Europa-Park ihr Können gezeigt. Mika Möller, Ira Butenko und Kevin Hegemann holten sich je Kategorie den Titel der Jahresbesten.

 

Bereits zum zwölften Mal in Folge war der COS Cup, die größte europäische Contest Serie, in Rust zu Gast. Wie der Europa-Park mitteilt, wurde bereits am Freitag der im Europa-Park Dome aufgeschlagene Parcours befahren. Wie schon 2020 waren allerdings keine Zuschauer zugelassen.

Gleich zwei Fahrer zeigen den besten Trick

Bei den 38 "Pros" – gesponserte oder über ihren Verein angemeldete Fahrer mit teilweise internationaler Wettbewerbs-Erfahrung – setzte sich am Ende Christoph Radtke durch, der auch schon als Erstplatzierter das Semi-Final erreichte. Platz zwei sicherte sich, wie zuvor in Hamburg und am Ende auch in der Gesamtwertung, Florian Westers, während Alex Mizurov den dritten Platz belegte. Mika Möller verletzte sich und konnte im Finale nicht mehr bewertet werden. Dennoch brachten ihm die Siege bei den anderen beiden Stops der Serie absolut verdient den Deutschen Meistertitel. Den dritten Platz der Jahreswertung teilten sich der diesmal Erstplatzierte Christoph Radtke und Antoni Zeyer, auf dessen Konto Platz acht im Europa-Park sowie jeweils Platz vier im Heizhaus und im "i-Punkt Skateland" gingen.

Es hatten lediglich acht junge Frauen den Weg in den Europa-Park angetreten. Lea Schäfer gewann ganz klar den Contest. Platz zwei ging an Ira Butenko und brachte ihr, zusammen mit dem ebenfalls zweiten Platz in Leipzig und dem sechsten Platz in Hamburg, die Spitze der Jahreswertung und damit den Deutschen Meistertitel. July Suhari macht das Treppchen im Europa-Park komplett, während ihre Schwester, die fünftplatzierte Sharleen Suhari, dank Platz drei im Heizhaus und Platz vier im "i-Punkt Skateland" Vize-Meisterin wurde. Diesen Platz teilt sich Sharleen Suhari mit der Gewinnerin des Hamburger Stops, Amelie Tiedeken, die in Rust nicht vor Ort war.

Rund 15 Skater für den Ü 30-Wettbewerb waren im Europa-Park dabei. Wie bei den "Pros" fand auch in dieser Gruppe ein Sechser-Finale statt. Jakob Dohse gewann und sicherte sich gleichzeitig den dritten Platz der Jahreswertung. Platz zwei im Europa-Park und in der Gesamtwertung eroberte sich, auch dank Platz drei in Leipzig, Thomas Schulze, während Fabian Surber Dritter wurde. Die meisten Punkte des Jahres und damit auch der Meistertitel ging an Kevin Hegemann, der in Rust Platz fünf, in Hamburg aber den Sieg für sich verbuchte.

"Nach dem Contest ist vor dem Contest. In diesem Sinne wurde der ›Barrel Jump‹ zwischen den Finals und der Siegerehrung abgehalten", heißt es in der Mitteilung des Parks. Da gleich zwei Fahrer einen Best-Trick landen konnten, teilten sie sich auch ganz brüderlich das mit 500 Euro prämierte Siegertreppchen. Kalle Zollino siegte mit einem "Backside Nollie Bigspin Heelflips" sowie Michael Häusler mit einem "Smith Grind up Kickflip out and over".

Radtke und Westers drehen den besten Clip

Die "Street Challenge", bei der es darum geht ein einminütiges Video an einem selbst ausgesuchten Spot in Rust zu drehen und mit entsprechenden Hashtags hochzuladen, entschieden, wie schon in Hamburg, jedoch diesmal im Team mit Harry Bulgerin, Christoph Radtke und Florian Westers für sich.

Skateboarden hat seine Ursprünge in den USA. Ende der 90er Jahre war es insbesondere der US-Skater Tony Hawk, der den Sport weltweit bekannt machte. Er gilt als Pionier des modernen Vert-Styles und gewann elf Weltmeistertitel. 2003 beendete er seine Karriere.