Im Rahmen der Haushaltberatung debattierte der Schömberger Gemeinderat auch über die reparaturbedürftige Halfpipe. „Erhalten oder abbauen?“, lautet die zentrale Frage.
Kämmerer Marcel Seid hatte den Sitzungsunterlagen unter anderem eine Tabelle beigefügt, die auflistet, welche Investitionen im Ergebnishaushalt der Stadt gestrichen oder geschoben wurden, und welche 2025 weiterhin geplant sind. Auch Gemeinderat Daniel Saffrin hatte diese sorgfältig durchgesehen.
Dabei hatte er entdeckt, dass für den Austausch des Bodens der Halfpipe in der Wellendinger Straße erneut viel Geld in die Hand genommen werden muss. 10 700 Euro sieht der Haushaltsplan dafür vor.
Saffrin sagte, er wundere sich, dass man in die Instandhaltung alle paar Jahre Tausende Euro ausgeben muss: „Das ist mir zuviel.“
Holz der Halbröhre ist gesplittert
Bauverwaltungsleiterin Sabine Neumann erklärte, die Bahn sei mit Holz beschichtet. Dieses ist seit der letzten Instandsetzung 2021 gesplittert und damit gefährlich. Es sei angedacht, die Fläche mit Metall auszukleiden.
Öffentliche Freizeiteinrichtungen, also auch Spielplätze und Skateanlagen, müssen regelmäßig vom TÜV geprüft und für sicher befunden werden. Verweigert dieser die Freigabe, müssen Angebote wie die Schömberger Halfpipe gesperrt oder gar abgebaut werden. Und dabei gingen die Meinungen unter den Gemeinderäten weit auseinander.
Meinungen gehen weit auseinander
Marc Schwarz sagte, er sehe nie jemanden auf der Skateanlage: „Die Nutzung ist nicht vorhanden. Das Ding kann eigentlich weg.“ Das Geld solle man lieber in eine vernünftige Spielplatzausstattung investieren.
Catrin Biermann widersprach: „Dann gibt es erst nichts für Jugendliche.“ Sie plädierte dafür, die Halfpipe zu erhalten: Diese werde genutzt, und das sei besser als wenn die Jugendlichen auf dem Kinderspielplätz rumhingen
Auch Walter Schempp berichtete, man sehe durchaus Skateboarder in Aktion. Um Kosten zu sparen, könne man einzelne Platten der Bahn ersetzen.
Werner Scherrmann gab zu bedenken, wenn das das einzige Angebot für Jugendliche sei, müsse man sich gut überlegen, ob die Halfpipe wirklich wegkommen soll. Gegebenenfalls müsse man eine Alternative anbieten, etwa einen Basketballkorb.
Balinger Skateanlage ist aus Beton
Heiko Gerstenberger fasste zusammen: „Wir müssen etwas für die Jugend schaffen, sonst suchen die sich Alternativen – und das sind dann Spielplätze, die für kleine Kinder gedacht sind.“ Er verwies auf das Beispiel Balingen, wie man das Problem der regelmäßig nötigen Instandsetzung eventuell umgehen könnte: Die Skateanlage auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in der Eyachstadt besteht aus Beton. Jene am Schömberger Waldeck ist hingegen lediglich ein Metallgerüst mit aufgeschraubter Halbröhre aus Holz.