Uhrzeit und Dauer der Gemeinderatssitzungen in Grenzach-Wyhlen waren im Rat Thema. Unser Leser Manfred Mutter hat dazu folgende Meinung.
Kürzer fassen
Wie könnte man erreichen, dass Gemeinderatssitzungen gegen 22 Uhr zu Ende sind und damit unsere müden Gemeinderätinnen und Gemeinderäte zum wohlverdienten Umtrunk schreiten können?
Das wirksamste und einfachste Mittel wäre, wie bei Fachtagungen üblich, die Redezeit aller Diskussionsteilnehmer sowie die Vorträge von Experten und Gästen grundsätzlich festzulegen. Die zeitliche Begrenzung der Sachthemen liegt im Kompetenzbereich des Sitzungsleiters (in der Regel der Bürgermeister) und kann dem Umfang des Programms angepasst werden. Der Vorteil eines überschaubaren zeitlichen Verlaufs wäre sicherlich auch im Interesse der Bürger.
Die Ruhezeit einhalten
Vielleicht noch wichtiger: Bei pünktlichem Ende der Sitzung können die anwesenden Verwaltungsmitarbeiter ihre gesetzlich verordnete Ruhezeit von elf Stunden einhalten (kein Fasnachtsscherz, Paragraf 5 Arbeitszeitgesetz). Aber was macht der Sitzungsleiter, wenn der Sprechende nach Ablauf der vereinbarten Redezeit einfach weiterschwätzt? Dazu ein dreistufiger Vorschlag: 1. Der Burgi signalisiert „Ende der Redezeit“ (schon an dessen Mimik deutlich erkennbar). 2. Ein rotes Licht erscheint für eine Minute (Lampe finanziert aus dem Sondervermögen). 3. Danach wird der Lautsprecher des Dauerredners abgestellt (garantiert wirksam).
In einer Minute zusammenfassen
Wie vielfach bewiesen, lässt sich die wesentliche Botschaft eines Beitrags in einer Minute zusammenfassen. Wer dies nicht kann, hat erfahrungsgemäß nichts Wichtiges zu sagen.
Manfred Mutter, Grenzach-WyhlenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.