Ortsvorsteherin Ancilla Batsching appelliert in der ersten Gmond, die Infrastruktur in Sumpfohren zu erhalten und seit Jahren diskutierte Projekte umzusetzen. Foto: Rainer Bombardi

Bei der ersten Gmond in Sumpfohren gibt es kontroverse Themen. Ortsvorsteherin Ancilla Batsching setzt sich für die Infrastruktur ein. Einige Projekte erfordern Geduld.

Ortsvorsteherin Ancilla Batsching beschrieb Sumpfohren während der ersten Gmond als eine kleine, aber feine Gemeinschaft engagierter Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Wohl ihres Ortes einsetzen. Im Bürgerhaus waren 100 Interessierte zu Gast und informierten sich über den aktuellen Stand von Projekten und die weitere Entwicklung des Dorfes.

 

Batsching appellierte an das vorrangige Ziel, die Infrastruktur in Sumpfohren zu erhalten und weiter zu optimieren. Problematisch bewertete sie den Wegfall der Bushaltestelle bei der Kinderkrippe, für deren Wiederbelebung sich der Ortschaftsrat jüngst einstimmig ausgesprochen hatte. Sie hoffe auf die Unterstützung des Gemeinderats, der in einer der kommenden Sitzungen darüber entscheidet, ob und welche vom Landkreis überraschend stillgelegten Bushaltestellen in Hüfingen auf städtische Kosten reaktiviert werden sollen. Als Variante kam der Vorschlag auf, eventuell im Kontext der Nachbarschaftshilfe einen privat organisierten Transfer zu realisieren.

Die Ortsvorsteherin dankte der Verwaltung für ihre Unterstützung im Vorjahr und verwies darauf, dass manche Vorhaben und Projekte der Bevölkerung reichlich Geduld abverlangen. Exemplarisch rückte sie die latente Hochwassergefahr in den Fokus, die aus unterschiedlichen Gründen vom mitten durchs Dorf fließenden Dorfbach ausgehe. Hydraulische Veränderungen aufgrund von Biberaktivitäten, aber auch andere Verstopfungen, die den Durchlass unter den Brückenbauwerken weiter verengen, nannte sie als Beispiele.

Interessiert nimmt die Sumpfohrener Bevölkerung an der ersten Gmond teil. Foto: Rainer Bombardi

Bauamtsleiter Thilo Mayer verwies in diesem Zusammenhang auf die demnächst vorliegenden Erkenntnisse aus dem Starkregenrisikomanagement, von denen Sumpfohren als einer der ersten Orte profitieren soll. Er berichtete von Gesprächen mit dem Straßenbauamt. Dabei wurde auch eine Verschmälerung der durchs Dorf führenden Kreisstraße bei gleichzeitiger Verbreiterung des Bachbetts als mögliche Variante zur Verbesserung des Hochwasserschutzes diskutiert.

„Für die Stadt ist die Umsetzung von Maßnahmen, die sich aus dem Risikomanagement ergeben, mit einem hohen Prozentsatz an Fördergeldern verbunden“, bat Mayer um Geduld. Des Weiteren verwies er auf die aktuelle Bearbeitung eines Gesetzesentwurfs, der gemäß der Information der Landtagsabgeordneten Martina Braun den Abschuss von Bibern erleichtern soll.

Ruf nach LED-Beleuchtung

Zudem forderte Ancilla Batsching die Stadt auf, die seit Jahren diskutierte Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED aus energetischen Gründen in Sumpfohren zeitnah zu verwirklichen. Sie identifizierte eine Herausforderung hinsichtlich der Ausweisung neuer Bauflächen für Gewerbebetriebe und schlug vor, statt einer großen Baufläche die Ausweisung kleinerer Einheiten zu beschließen.

Ortschaftsrat Werner Seiffert erkundigte sich nach dem Bau des bereits vor Jahresfrist diskutierten Umspannwerks, das nach der Installation weiterer Photovoltaik-Anlagen unausweichlich kommen werde. Mete Ünal, Helfer vor Ort, setzte sich für einen öffentlich zugänglichen Defibrillator im Ort ein. Bürgermeister Patrick Haas berichtete über die finanzielle Situation der Stadt, welche eine Unterteilung zwischen Pflichtaufgaben und freiwilligen Leistungen erfordere.

Demoliertes Geländer

Sanierung
Wenig begeistert zeigte sich Ortsvorsteherin Ancilla Batsching von dem Sanierungsmanagement in Bezug auf die Geländer am Dorfbach. Zwei Fahrzeugunfälle, die sich unabhängig voneinander ereigneten, verursachten dort sichtbare Schäden. Die Behebung dieser Schäden lässt nun allerdings aus versicherungstechnischen Gründen auf sich warten.