Mit einem kommunalen Starkregenrisikomanagement empfiehlt das Land Handlungskonzepte zur Vorsorge bei Überflutungen durch Starkregen.
Meist örtlich begrenzte starke Niederschläge haben in den vergangenen Jahren erhebliche Überflutungen mit großen Sachschäden verursacht.
Um solche Schäden zu begrenzen hat das Land den Leitfaden „Kommunales Starkregenrisikomanagement“ erarbeitet, aus dem Auszüge im Ortschaftsrat vorgestellt wurden.
Der erste Teil der Gefährdungsanalyse ist fertig
Für die große Kreisstadt Schramberg mit seinen Stadtteilen Waldmössingen und Tennenbronn wurde in Abstimmung mit dem Landratsamt Rottweil der erste Teil der Gefährdungsanalyse abgeschlossen.
Nun sollen noch Risikosteckbriefe zu gefährdeten öffentlichen Objekten erstellt werden. Die Arbeit stellte Ulla Leinweber vom beauftragten Ingenieurbüro Wasserwirtschaft Dahlem vor.
Bei Starkregen fallen in kurzer Zeit lokal begrenzt große Wassermengen, oft bei heftigen Gewittern. Solche lokalen Ereignisse sind meist überraschend und kaum vorauszusagen; sie überfordern oft das Kanalnetz.
Hohe Gefährdung hat topographisch die Talstadt
Für die Gefährdungsanalyse weist die Talstadt aufgrund ihrer topographischen Verhältnisse mit dem Zusammenfluss von fünf Tälern mit Bächen ein hohes Gefährdungspotential auf.
Tennenbronn weist nur wenig Gefahrgebiete aus
Im Stadtteil Heiligenbronn könnte es zu großflächigen Überflutungen kommen. Auch in Waldmössingen sind mehrere Bereiche von großflächigen Überflutungen betroffen.
Die Karten von Tennenbronn weisen für den Eichbach und das Affentäle nur wenige Bereiche für Überflutungen auf angrenzenden Flächen im Uferbereich aus.
Mit der Verlegung und Verdolung des Eichbachs im Bereich Kirchstraße ist die bisherige große Gefahr von Überflutungen beseitigt.
Seine Beobachtung einer Verengung des Bachlaufs der Schiltach führe nicht zu einer starken Gefährdung durch Überflutungen, erfuhr Wolfgang Haberstroh.
Bisher „schluckt die Schiltach alles“, wurde Reinhard Günter beruhigt. Er hatte auf ein HQ100-Hochwasser im Bereich von Bauhof und Feuerwehr hingewiesen.
Es folgen noch Risikoanalyse und Handlungskonzept
Nach der Gefährdungsanalyse sollen die Risikoanalyse und ein Handlungskonzept folgen. Damit sollen besonders gefährdete Bereiche und Objekte benannt werden.
Außerdem sollen Maßnahmen entwickelt werden, mit denen Schäden wegen Starkregen vermindert werden können. Das Büro Dahlem erhält ein Honorar über 114 382 Euro; gefördert wird das Projekt mit einem Landeszuschuss von 91 000 Euro.