Im Unterer Ziegeleiweg und in der Rötenbachstraße in Rötenberg steht eine Sanierungsmaßnahme an, die knapp eine Million Euro kosten wird. Foto: Herzog

Eine größere Baumaßnahme steht im Unterer Ziegeleiweg und in der Rötenbachstraße im Ortsteil Rötenberg an. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2026 vergeben werden.

Im unterer Ziegeleiweg und in der Rötenbachstraße liegt einiges im Argen. Wie Ingenieur Jochen Heizmann aus Loßburg in der Sitzung des Gemeinderats berichtete, sind die Beleuchtungsmasten veraltet und die Leuchtpunktabstände zu weit voneinander entfernt.

 

Immer wieder gibt es Rohrbrüche aufgrund alter Wasserleitungen, die Wasserschächte sind nicht mehr fachgerecht und auch der Abwasserkanal hat Schäden. Die Versätze des Steinzeugrohres sind so groß, dass sie nicht mehr im Inliner-Verfahren zu reparieren sind.

Im Fahrbahnbelag des Unterer Ziegeleiwegs gibt es mehrere Risse quer durch die Straße. Die Ursache liege im Untergrund, der aber noch überprüft werden müsse. Des Weiteren müsse der komplette Gehweg in beiden Straßen für die Stromtrasse einer neuen Straßenbeleuchtung und die Verlegung von Breitbandkabel aufgegraben werden, schilderte der Ingenieur.

Sanierung mehrerer Bordsteine

Mehrere Bordsteine müssten saniert und tiefergelegt werden. Bei den errechneten Kosten kam Heizmann auf eine Summe von rund 905 000 Euro. Hinzu kommen circa 65 000 Euro für die Verlegung des Breitbands, da die Telekom im Gegensatz zur Netze BW bei dieser Baumaßnahme nicht mitzieht. Die Gesamtsumme erhöht sich dadurch auf etwa 970 000 Euro. Nach Auskunft von Bürgermeister Michael Lehrer liegt der Grund der Absage der Telekom darin, weil derzeit eine Umfirmierung stattfinde und die erforderlichen Haushaltsmittel nicht gedeckt seien. Wenn aber schon aufgegraben werde, sei es ein Fehler, das Breitband nicht mit zu verlegen.

Seit kurzen sei die Gemeinde im Förderprogramm „Graue Flecken“ 2029/2030 aufgenommen worden. „Da die Telekom hier einen Zuschuss erhält, will sie bei der Maßnahme Unterer Ziegeleiweg/Rötenbachstraße nicht in Vorleistung gehen. Das werden wir deshalb tun und später die Leitung an die Telekom vermieten“, erläuterte der Bürgermeister die Sicht der Verwaltung. Ergänzend fügte Kämmerer Philipp Stahl hinzu, dass die Gemeinde wie bei der Maßnahme im Buchenweg in Aichhalden von der Telekom einen fertigen Ausbauplan erhalte. So werde es auch im Unterer Ziegeleiweg praktiziert. Die Ausschreibung soll Mitte oder Ende Januar 2026 rausgegeben werden und die Vergabe der Arbeiten in der Ratssitzung am 3. März erfolgen. Ein Baubeginn wäre ab Ende März möglich und die Arbeiten bis zum Sommer 2026 abgeschlossen. „Der Ausschreibungszeitpunkt ist günstig. Da können wir ein gutes Ergebnis erzielen und hoffen, dass es so gut läuft wie im Buchenweg. Der Ingenieur ist auf jeden Fall der Gleiche“, schmunzelte der Bürgermeister in Richtung Heizmann blickend. Einstimmig folgte das Ratsgremium dem Vorschlag der Verwaltung und befürwortete die Ausschreibung der Baumaßnahme im vorgestellten Rahmen.