Die Sieger vom „Team Orange“, umrahmt von ihren Konkurrenten, Sportmoderator Daniel Sonntag (rechts) und den Burgfrauen-Schiedsrichterinnen (links), standen bei den närrischen Bundesjugendspielen ganz oben auf dem Treppchen. Foto: Agüera

Die Hausacher Narrenzunft erfand bei ihrer Sitzung in der Stadthalle die Bundesjugendspiele neu.

„Die Welt der Spiele isch famos, drum auf die Plätze, fertig los“ – das diesjährige Fasentsmotto der Freien Narrenzunft war auch in der öffentlichen Sitzung am Freitagabend in der Stadthalle Programm. Dort wurden närrische Bundesjugendspiele ausgetragen.

 

Die von Sportmoderator Daniel Sonntag ausgewählten, nicht ganz freiwilligen Sportler aus dem Publikum, holten unter tosendem Applaus alles aus sich heraus. Sie gingen schier an ihre Grenzen und wurden äußerst kritisch von den Burgfrauen-Schiedsrichterinnen bewertet.

Teilnehmer werden besonders kritisch beurteilt

Die hatten schließlich nach dem Hansele-Dreisprung, Bodenturnen, Strohschuhstoßen, Glockengurtheben, Saubloderweitwurf, Bändertanz und Staffellauf das „Team Orange“ mit Joachim Uhl, Daniela Gremmelspacher und Eugenio Agüera Oliver zu Siegern gekürt und mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet, gefolgt von Klaus Schmider, Martina Remler und Rolf Keller vom „Team Grün“ mit der Siegerurkunde und dem drittplatzierten „Team Rot“ um Thomas Stötzel, Sybille Schmider und Carmelo Agüera Oliver, die sich über eine Teilnehmerurkunde freuten.

Zuvor gab es neben dem feierlichen Zeremoniell der Maskenvergabe zahlreiche Informationen rund um die Hausacher Fasent. „Ab jetzt isch Fasent, mir schunkle, tanze bis weit in die Nacht, in Huse wisse mer halt, wie ma Fasent macht. Ab hit wird nemme dehoim rumgeiert, sondern in de Schirmbar, im Narrekeller un in den Kneipe richtig abgfeiert“, begrüßte Narrenvater Marko Schwab.

Die Musik sorgte für Fasentsfieber bei den Narren

Die Narrenkapelle hatte da schon längst aufgespielt und spätestens mit den ersten Klängen packte auch den Letzten der Narren das Fasentsfieber. Die Fasent hat es wieder in sich, was in dem druckfrischen und neu gestalteten Flyer nachzulesen ist. Zudem hängt am Rathaus wieder der Narrenfahrplan. In der Sitzung gab es auch Informationen aus erster Hand. So unter anderem von den Burgfrauen.

Die holden Damen um Obfrau Sandra Sonntag warben für ihren Burgfrauenkaffee am Sonntag vor der Fasent und den Burgertreff am Fasentsdienstag, an dem sie zum 30. Mal dabei sind und versprachen, „dort die Hütte abzureißen“.

Gleich drei Mottopartys werden angeboten

Narrenmutter Tanja Wöhrle freut sich schon auf viele Kinder, die mit ihr bei den Umzügen laufen und viele Narren bei der Schülerbefreiung und beim Besuch im Kindergarten Sternschnuppe am Schmutzigen Donnerstag. Die Jugendfasentsparty steigt bereits am Samstag, damit viele Jungnarren am Montag mit zum Umzug nach Wolfach können.

Die Schirmbar wird erneut öffnen: Mit „Aufguss! Sauna Live“, „Herzschmerz“ und „Bauch, Beine, Po“ gibt es gleich dreimal eine Mottoparty. Der närrische Wochenmarkt am Fasentssamstag wird von der Narrenzunft ausgerichtet.

Narrenvater Marko Schwab (rechts) und Vize Daniel Sonntag (links) ernannten Michael Armbruster zum Ehrennarrenrat. Foto: Agüera

Da Michael „Mäx“ Armbruster an der Martinisitzung nicht dabei sein konnte, wurde er in der öffentlichen Sitzung mit dem goldenen Zunftorden und der Urkunde zum Ehrennarrenrat ernannt. „Aus tiefem Respekt und Wertschätzung“ dankten Narrenvater Marko Schwab und sein Vize Daniel Sonntag für Armbrusters Schaffen und Wirken rund um die Hausacher Fasent. „Ob beim Schnurren, beim Preismaskenball, bei der öffentlichen Sitzung, beim Bussi-Bussi-Ball oder als Isswurst bei der Elfemess – du stehst immer für das Prädikat Witz und Heiterkeit... niemand zum Leid“, betonte Schwab.

Noch bis weit nach Mitternacht waren die Narren gutgelaunt. Die „Huse Dance Girls“ legten eine heiße Sohle aufs Parkett und die „Junakawo“ (Jugendnarrenkapelle Wolfach) heizte bei der Sitzung in der Stadthalle musikalisch-närrisch ein.

Schnurren

Geschnurrt wird am Samstag, 7. Februar, ab 18 Uhr in folgenden Lokalen: Eiche, Minigolf, Waldhorn, Löwen, Ratskeller, Pippos Fifty, Al Castello und im Saal der Monika (Hirsch Einbach). Das Frühschoppe-Schnurren am Fasentssamstag ist ab 11 Uhr in der Scheune des Simeshofs in der Frohnau.