Jubel, Trauer, Enttäuschung. Erst sorgt der FC 08 für große Euphorie, nun herrscht im Friedengrund Tristesse. Villingen muss die richtigen Lehren aus den Fehlern ziehen. Dies meint Sportredakteur Gunter Wiedemann.
Was für ein toller Sommer! Oberliga-Meisterschaft, Verbandsliga-Meisterschaft, DFB-Pokal-Quali: Villingen war am sportlichen Höhepunkt angekommen.
Doch dann begannen die Fehler. Die Doppelrolle (Trainer/Sportdirektor) hätte Geschichte sein müssen, das ist in dieser Liga alleine nicht zu schaffen. Mario Klotz war also auf einer Baustelle zu viel unterwegs. Die Transfers – bis auf ganz wenige Ausnahmen – waren nicht tauglich für die Regionalliga.
Auch abseits des sportlichen Bereichs wurde die vierthöchste Fußball-Liga Deutschlands zu blauäugig angegangen.
Es war so ein Fehler, nicht sofort nach dem Aufstieg einen Vollzeit-Geschäftsführer einzustellen, den Verein auf allen Ebenen schneller zu professionalisieren.
Die Regionalliga ist eben eine andere Fußball-Welt, und diese kostet dementsprechend mehr.
Fehler passieren. Auch Villingen muss aus diesen lernen, also in der Winterpause in Sachen Sport und Umfeld die Weichen für die Zukunft stellen.