Das flächendeckende Sirenennetzwerk für das gesamte Stadtgebiet ist in bald komplett. So sieht der Stand einen Monat vor Ende aus.
Die laufende Neu- und Ersatzinstallation von Sirenen in Sulz und den Stadtteilen auf den Dächern kommunaler Gebäude und drei Masten wird im Oktober vollendet. Für eine optimale Gebietsabdeckung wurde zuvor eine Beschallungsanalyse durchgeführt und die Anzahl um sechs Sirenen aufgestockt. Nach Abschluss aller Arbeiten wird es einen stadtweiten Probealarm geben.
Vor der Montage auf der Lina-Hähnle-Realschule erläutern Bürgermeister Jens Keucher, Ordnungsamtsleiterin Sabrina Glöckler, Projektbetreuer Eugen Heizmann sowie Sirenen-Monteur Sebastian Beer sämtliche Details.
Heizmann ist beim Ordnungsamt geringfügig beschäftigt in Sachen Katastrophen-/Bevölkerungsschutz. Er verfügt über Fachwissen zu allen Sirenenstandorten aus seiner Zeit als Sulzer Stadtbrandmeister und koordinierte die Maßnahmen in enger Abstimmung mit der Leitstelle Rottweil, seinem Nachfolger Florian Karl und der Fachfirma Hörmann.
Sechs neue Standorte
Sie wurde mit der Schallanalyse, Installation und jährlichen Wartung beauftragt, regionale Handwerksbetriebe mit Elektroanschlüssen und der Mastaufstellung.
Drei neue Standorte liegen in der Kernstadt plus je einem auf der Schillerhöhe (Kreuzweg), dem Feuerwehrhaus auf Kastell und auf dem Brachfeld. In Sigmarswangen wird die Sirene auf dem Rathaus deaktiviert und durch eine Neue auf dem Bürgerzentrum ersetzt. Auf dem Backsteinbau und der Stadtbücherei Sulz wurden die Sirenen bereits montiert.
Auf der Realschule wurden acht Sirenenhörner aus Alu-Druckguss angeschlossen. Von dort aus verbreitet sich der Schall flächendeckend und gleichmäßig in alle Richtungen.
Alle Anlagen verfügen über eine Schnittstelle für die Alarmierung über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS).
Den Anschluss muss dieser zwar noch zur Verfügung stellen, doch „Sulz ist vorbereitet für die Verknüpfung des Bundes mit den Kommunen“, versichert Sabrina Glöckler.
„Mit fünfzehn hochmodernen Sirenen ist Sulz am Neckar künftig optimal gewappnet, um Bürgerinnen und Bürger schnell und zu verlässig zu warnen – ein großer Schritt für die kommunale Resilienz“, betont die Stadtverwaltung. Sie überlegt, künftig halbjährlich Testalarm durchzuführen.
Durchsagen möglich
Jens Keucher ist früheren Entscheidungsträgern dankbar für die Beibehaltung der Sirenen. Sie seien das beste Mittel für Warnungen, um im Ernstfall flächendeckend Aufmerksamkeit zu erzeugen, etwa bei Hochwasser und Starkregen.
Doch wie Keucher sagt, „die beste Sirene ist die, die wir nur zu Übungszwecken hören. Möge es dabei bleiben.“
Was nicht jeder weiß: Über die modernen Anlagen sind auch punktuelle Lautsprecherdurchsagen möglich.
Ob Alarm ausgelöst wird, entscheiden die Leitstelle; der Rettungsdienst und die Feuerwehr koordiniert, oder autorisierte Personen aus dem Rathaus (Bürgermeister, Stadtbrandmeister, Ordnungsamt im Auftrag).
Informationen und Verhaltenshinweise gibt es auf der Homepage der Stadt und in den sozialen Medien.