Schallgutachten: Eine Sirene reicht in Rohrdorf nicht aus (Symbolbild). Foto: bluedesign - stock.adobe.com

Rohrdorf bekommt kein Geld für eine zweite Sirene. Das Sirenenförderprogramm des Bundes ist überzeichnet.

Obwohl die Gemeinde Rohrdorf die Unterlagen zum Sirenen-Förderprogramm fristgerecht eingereicht hatte – bereits vor Wochen – erfolgte der Zuschlag leider nicht. Denn: Das Sirenen-Förderprogramm war leider heillos überzeichnet.

 

Die Unterlagen, die Rohrdorfs Bürgermeister Daniel Jendroska eingereicht hatte, waren vollständig – dies erklärte er im Gespräch mit unserer Redaktion. „Selbst eine Woche früher wäre in diesem Fall zu spät gewesen, denn bereits eine Woche nach Fristende war alles überzeichnet.“

Bestehende Sirene reicht nicht aus

So bleibt der Wunsch nach einer zweiten oder gar dritten Sirene für Rohrdorf erst einmal unerfüllt. Momentan verfügt die Kommune über ein Gerät. Diese Sirene muss händisch ausgelöst werden, erklärt Jendroska. Er betont: „Unsere einzige Sirene dient zwar dem Katastrophenschutz, sie reicht aber nicht aus, um den gesamten Ort zu beschallen.“

Darüber hinaus reichten die finanziellen Mittel nurmehr aus, um sechs Antragsteller zu versorgen und ihre Anträge im Förderprogramm zu genehmigen. Die Gemeinde Rohrdorf hatte insgesamt 30 000 Euro im Haushaltsjahr 2025 für Sirenenbau reserviert.

Zudem kostete allein schon ein Schallgutachten 4188,80 Euro – mit dem Ergebnis, dass nun herauskam, dass eine Sirene alleine für Rohrdorf nicht ausreichend ist.

Schallgutachten für 4188,80 Euro

Zur vollständigen Abdeckung der bewohnten Gemarkung sind zwei neue Sirenenstandorte erforderlich. Diese Standorte sind zum einen das Feuerwehrgerätehaus und zum anderen die Malmenschule. Die geschätzten Kosten für die Errichtung dieser beiden Sirenenanlagen sowie den Rückbau der bestehenden Anlage belaufen sich auf rund 63 000 Euro (Brutto). Bei einer Förderung in Höhe von 28 200 Euro (Brutto) hätte die Gemeinde einen Eigenanteil von rund 35 000 Euro zu tragen gehabt.