In der neuen Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ widmet Giovanni Zarrella seiner Geburtsstadt Hechingen eine eigene Strophe in Treams Lied „Sehnsucht“.
I be a Schwob – vo Hechinga“: Mit diesen Worten hatte der Sänger und Entertainer Giovanni Zarrella 2023 in einem viral gegangenen TikTok-Video auf seinen Auftritt bei der Castingshow „The Voice of Germany“ eingestimmt. Und auch in seiner großen Samstagabend-Show im ZDF plaudert der berühmteste lebende Hechinger gerne über seine Wurzeln als Pizzabäcker-Sohn unterm Zoller und rückt Papa Bruno, Mama Clementina und Bruder Stefano häufig mit ins Bild.
Diese Woche verzückte Giovanni nun viele Freunde aus der alten Heimat mit einem neuerlichen und ganz aufwendigen musikalischen Hechingen-Bekenntnis. In der Auftaktfolge zur neuen, inzwischen 13. Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ bei Vox und RTL+ widmet der 48-Jährige seiner Heimatstadt große Teile des von dem bayerischen Party-Schlager-Rapper Tream (Timo Grabinger) adaptierten Liedes „Sehnsucht“.
Bezug auf Geburtsjahr
Nach dem Refrain „Ich hab‘ so Sehnsucht nach daheim/ Da, wo die Liebe noch verweilt/ Wo Bach und Berge sich verein‘n/ Da komm‘ ich her, da will ich sein“ macht Giovanni deutlich, dass – neben Italien – eben Hechinger sein Sehnsuchtsort ist. In der Strophe nimmt er Bezug auf sein Geburtsjahr und seine Herkunft: „1978, wunderschönes Schwabenland, mein erster Schrei war laut, der Papa hat es schnell erkannt: Der Junge macht mal was mit seiner Stimme, das ist klar, Schatz, ich arbeit‘ hart, dann macht Giovanni seine Träume wahr. Hechingen, die Pizzeria, diese Erinnerungen, mamma mia... Was hab ich getanzt, gesungen in meinem Kinderzimmer, Michael Jackson auf Repeat und immer wieder ,Thriller‘ – und dann unten für die Gäste sing‘ ich, während Papa bedient. Mein Herz schlägt bis zum Hals, Mama sagt: Junge, komm‘ mach, was Du liebst. Ich hab‘ so Sehnsucht nach daheim...“.
Die Hechingerin Mara Vinciguerra, Italo-Schwäbin wie die Zarrellas (siehe Info-Kasten), saß „sehr berührt“ vor dem heimischen Fernsehgerät. Sie dachte: „Hoffentlich sehen das ein paar Hechinger, die sich damit identifizieren oder daran erinnern könnten.“
„Bin halt ein Schwabenjunge“
Bevor er den inzwischen auch als Single erschienenen Song in der in Südafrika aufgezeichneten Sendung aufführte, erzählte Giovanni auch seinen Künstlerkollegen – dem Graf von Unheilig, Gastgeber Johannes Oerding, Mark Forster und den Sängerinnen Deine Cousine und Frida Gold – von seiner Sehnsucht nach Hechingen: „Da bin ich geboren. Ich bin halt ein Schwabenjunge.“
Wenn er heute die B 27 entlangfahre und die Burg Hohenzollern am Horizont auftauche, dann würden ihm „1000 Erinnerungen“ in den Kopf schießen: von geplatzten Autoreifen an der Tankstelle bis hin zu den mutigen Momenten, als er heimlich aus einem Toilettenfenster stieg, um trotz Hausarrests zum Fußballtraining beim FC 07 zu flüchten.
Ein Loblied der „Amici-Gruppe“
Nostalgische Gedanken widmete Giovanni in der Sendung auch seiner „Amici-Gruppe“, seinen Freunden aus Kindertagen, mit denen er teilweise seit 30 oder 35 Jahren befreundet sei – Giuseppe, Daniel, Peppino, Luca und anderen: „Das sind die Jungs, auf die kann ich zählen. Die zählen auf mich. Das ist für mich Family.“ Schmunzelnd erinnert sich der Sänger an Nächte, in denen er mit seinen Kumpels „im gleichen Bett gepennt hat“ und am Morgen den Schulbeginn verschliefen.
Tream: „Das ist so geil“
Der Bayer Tream, auch ein Landkind, von dem die Ursprungsfassung des Schlagers „Sehnsucht“ stammt, fand die Zarrella-Version „unfassbar“ und „so geil“. Giovanni, so sagte er berührt, sei ihm ohnehin ans Herz gewachsen: „Wir haben so viele Gemeinsamkeiten. Das hat er in diesem Lied zum Ausdruck gebracht.“
Weiter geht es mit „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ am kommenden Dienstag, 21. April, um 20.15 Uhr bei Vox und online bei RTL+. Giovanni Zarrella ist wieder mit von der Partie.
Wie Giovanni doch nicht den Michael Jackson machte
Die Hechinger in Mara Vinciguerra erinnert sich an Giovanni Zarrellas Jugendtage in Hechingen: „Wir haben Giovanni in unseren Händen aufwachsen gesehen. Clementina und Bruno Zarrella waren 1989 in Hechingen unsere Trauzeugen und Giovannis Schwester Maria unsere Ringträgerin.“Giovanni, so erzählt Mara Vinciguerra, „war damals als elfjähriger Bub schon Michael-Jackson-Fan. Auf der Gasthof-Bühne wollte er für uns als Geschenk einen Song von Michael Jackson performen und probte während der Hochzeitsfeier schon eifrig hinter den schweren Vorhängen der geschlossenen Bühne. Irgendwann steckte er den Kopf durch den Vorhang und erschrak: Weil der Anblick der vielen Menschen ihn doch einschüchterte, entschied er sich gegen den Auftritt.“ Das, so Mara Vinciguerra, „ist eine Anekdote, die wir uns immer wieder schmunzelnd erzählen“. Erstaunlich sei das doch, „wenn man bedenkt, vor was für ein Publikum Giovanni heutzutage singt, abliefert und es wirklich mit links macht mit seinem angeborenen Charme, seiner Empathie und seinem Temperament“. Wir sind mega stolz auf ihn!“