Fit wie eh und je: der Sänger der Simple Minds, Jim Kerr Foto: Simon Granville

Die Simple Minds haben ihr 40-jähriges Schaffen in der MHP-Arena gefeiert – dabei setzt die Band auf Härte und Dynamik und präsentiert das Œuvre aus vier Dekaden als zeitlosen, euphorisch-tanzbaren Rock.

Vor über vierzig Jahren war die Welt eine andere, könnte man meinen. Als die Simple Minds aber am Donnerstag in der Ludwigsburger MHP-Arena ihr Konzert mit dem Song „I travel“ eröffnen, fügt sich der alte Text von 1980 nahtlos in die Realität von 2022 ein: „Europe has a language problem, talk talk talk talking on, in central Europe men are marching.“ Auch wenn man nur mutmaßen kann, worauf diese Zeilen einmal konkret gemünzt waren; es ist unheimlich, wie wenig sie im aktuellen politischen Kontext gealtert sind. Zumal Jim Kerr, der inzwischen 62-jährige Leadsänger der Simple Minds, den Song aus den Anfangstagen der Band auch musikalisch ins Hier und Jetzt überführt. Denn eigentlich ist „I travel“ mit den von Kerr früher mit exaltiertem Sprechgesang vorgetragenen Zeilen ein typisches Produkt der Post-Punk- und New-Wave-Ära, mit manisch stampfendem Beat, spröden Gitarren und minimalistisch puckerndem Synthesizer.

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