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Simmozheim Zwangspause: Wunsch nach Bewegung groß

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Nichts los am Sportlereingang der Geißberghalle: Die Angebote des TSV Simmozheim finden wegen Corona nicht statt. Foto: Parage Foto: Schwarzwälder Bote

Der Betrieb beim Turn- und Sportverein Simmozheim ruht: Da geht es dem Verein momentan wie vielen anderen. Seit dem 2. November kann coronabedingt nichts mehr stattfinden. Dennoch gibt es eine gute Nachricht.

Simmozheim. Wenn die aktuelle Corona-Zwangspause beendet ist, dann gibt es wieder eine Eltern-Kind-Gruppe für Kinder ab vier Jahren. Mehr als ein halbes Jahr lang fehlten dafür Übungsleiter. Trotz dieser langen Vakanz sagt Jörg Uwe Koske, seit 2012 Präsident des Vereins, hat sich immer jemand gefunden. Zumeist bringen sich Eltern von teilnehmenden Kindern als Übungsleiter ein. Ist der Nachwuchs dann der jeweiligen Gruppe entwachsen, wechseln auch die Betreuer. Wichtiger, als selbst ein großer Sportler zu sein, ist es, Erfahrungen mit Kindern zu haben. Und die Stunde müsse natürlich gut vorbereitet sein.

Der Bedarf an Angeboten gerade im Bereich für die Jüngsten ist groß. Die Eltern-Kind-Gruppe für Anderthalb- bis Vierjährige mit 25 Plätzen ist voll belegt, neue Teilnehmer können nicht mehr aufgenommen werden. Weil zu jedem Kind noch eine erwachsene Begleitperson kommt, ist "die Halle voll", sagt Koske.

Dass die Kinder bereits früh mit Sport anfangen, das finden die Eltern offenbar wichtig. Genau wie der TSV-Präsident. Wobei er sagt: "Das ist ja kein Sportprogramm, sondern Bewegung." Es gehe darum, Körperbeherrschung zu üben. Koske, der Tennis spielt, ist außerdem wichtig, dass die Kleinen den Umgang mit einem Ball lernen. Er erinnert sich noch an Zeiten, als er Drittklässlern einen Ball zuwarf, und die nichts damit anfangen konnten. Dies sei inzwischen völlig anders.

Strengere Auflagen

"Wenn die Coronazeit das erlaubt, werden wir loslegen", meint Jörg Uwe Koske – nicht nur zum Thema Eltern-Kind-Gruppe. Von der erneuten Zwangspause abgesehen, ist sein Verein bisher glimpflich durch diese Ausnahmesituation gekommen, Auch wenn der ein oder andere Teilnehmer aus Sorge vor einer Ansteckung lieber nicht kommt. Ansonsten haben es Sportvereine etwas besser als Musik- oder Gesangvereine, für die noch viel strengere Auflagen gelten.

Auch finanzielle Auswirkungen spüre der TSV noch nicht. Ein- und Austritte bewegen sich im normalen Bereich, zumindest bisher. Darüber hinaus habe der Verein – anders als andere, größere – keine fest angestellten Mitarbeiter, die Monat für Monat bezahlt werden müssen. Alle Übungsleiter sind Ehrenamtliche, die lediglich eine Aufwandsentschädigung bekommen – welche die meisten als Spende an den Verein zurückgeben.

Zwar habe der TSV erst im vergangenen Jahr für 50 000 Euro sein Sportheim saniert, erzählt Koske. Der TSV hatte aber "ein gutes finanzielles Polster". Eigentlich sollte das Sportheim nun wieder zu einem Treffpunkt werden. "Das funktioniert im Moment natürlich leider nicht." Auch die zehn Spinning-Räder, die der Verein angeschafft hatte, stehen ungenutzt herum.

Doch sollte der Betrieb bald wieder losgehen, ist Jörg Uwe Koske überzeugt: "Die Leute rennen uns die Bude ein." Denn er beobachtet, dass an schönen Sonntagen unzählige Spaziergänger unterwegs sind. Bei all den Einschränkungen zieht es die Menschen nach draußen, und sie wollen sich bewegen. Das zeigt sich auch auf dem großen Spielplatz an der Sporthalle. "Sobald die Sonne rauskommt, ist die Hölle los." So viel Drang nach Bewegung kann dem TSV Simmozheim nur recht sein.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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