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Simmozheim Ein großer Verfechter des schwäbischen Dialekts

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Pfarrer Manfred Mergel predigt gerne auf Schwäbisch. Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Simmozheim/Stuttgart/Dornstetten-Aach. Am Sonntag, 29. September, feiert der evangelische Pfarrer Manfred Mergel einen Mundartgottesdienst auf dem Cannstatter Wasen. Beginn ist um 10 Uhr Schwabenbräu-Festzelt "Wilhelmer’s Schwabenwelt". Einst war Mergels Wirkungsstätte in Simmozheim. Doch längst nicht nur dort und in den benachbarten Gemeinden ist er für seine Predigten auf Schwäbisch bekannt.

Versprechen an Abraham

Mergel, inzwischen bei Aach in Dornstetten tätig, predigt dieses Jahr über das Versprechen Gottes an Abraham: Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein. Mergels Motto für die Predigt: "Mein Sega hasch!" Wir Schwaben sagen das manchmal. Doch was meinen wir damit? Was wünschen wir jemandem, wenn wir ihm Segen wünschen? Mergel möchte darauf eine Antwort geben, und zwar anhand der Geschichte Abrahams.

"Mein Sega hasch!" Was bedeutet das zum Beispiel für einen Leistungssportler? Darüber wird sich der Mundartpfarrer mit einem Gast aus der Welt des Fußballs unterhalten. Was ist, wenn nur der Erfolg zählt? Bin ich nur dann gesegnet, wenn ich ein Siegertyp bin?

Der Posaunenchor aus ­Deckenpfronn gestaltet den Mundartgottesdienst musikalisch.

Seine kirchliche Mundartarbeit ist ein kleiner Teil des Dienstauftrages von Pfarrer Mergel – neben einer Gemeindepfarrstelle in Dornstetten-Aach und der Bildungsarbeit im Kirchenbezirk Freudenstadt.

Jubiläum steht an

Im kommenden Jahr findet ein Jubiläum der kirchlichen Mundartarbeit des Geistlichen statt. Dann sind es 25 Jahre her, dass er seinen ersten Mundartgottesdienst gehalten hat. Das darf gefeiert werden, findet Mergel. Mit einem festlichen Abendgottesdienst am 19. Januar 2020 in der Nikolauskirche in Deckenpfronn und einem Festgottesdienst am 15. März in der Turn- und Festhalle in Aach – mit anschließendem Gemeindefest sowie schwäbischem Kabarett der "Drei Damen vom Dohlengässle".

Mergel freut sich über den Rückenwind aus dem Staatsministerium, den er seit geraumer Zeit spürt – speziell nach dem Dialektgipfel im Dezember vergangenen Jahres im Neuen Schloss in Stuttgart. Seither hätten manche, die seine kirchliche Mundartarbeit bislang eher kritisch beurteilt haben, ihre Meinung vorsichtig revidiert, so Mergel. "Ja no, wenn unser Minischderpräsidend sagt, mr soll ruhig sei schwäbischs Herz auf dr Zung traga, na liegt der Mundartpfarrer vielleicht doch net ganz drneben."

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