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Simmozheim Duo sorgt für Hörgenuss allererster Güte

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Uram Kim (links) und die Sopranistin Hyunseon Kang bereiteten ihrem Simmozheimer Publikum einen außergewöhnlichen Hörgenuss. Foto: Ketterle Foto: Schwarzwälder Bote

Simmozheim. Man muss nicht immer weit fahren, um ein Konzert der Extraklasse erleben zu können. Am Sonntag hatte die Gemeinde Simmozheim das Glück, mit zwei besonderen Künstlern ein außergewöhnliches Kulturereignis zu präsentieren. Der Pianist Uram Kim und die Sopranistin Hyunseon Kang traten im Rahmen der beliebten Simmozheimer Kulturreihe auf und entzückten das Publikum durch ihre musikalischen Darbietungen auf höchstem Niveau.

Bürgermeister Stefan Feigl begrüßte die jungen Künstler, die beide in Seoul geboren sind. Uram Kim stammt aus einer koreanischen Musikerfamilie und machte bereits als Dreijähriger erste Erfahrungen auf der Geige sowie am Klavier, weitere Instrumente folgten. Ebenso begann er im Kindesalter mit dem Komponieren. Nachdem er bereits in Korea Preise erhalten hatte, zog er 2008 nach Deutschland, um dort weiter zu studieren. Er wirkte als Solist bei zahlreichen Konzerten und in namhaften Orchestern mit. Im Sommer 2019 wurde er für ein bekanntes Festival in Japan im Fach Liedduo mit der Sopranisten Hyunson Kang auserwählt.

Einige Preise gewonnen

Die Sopranistin hatte bereits viele Musikwettbewerbe in Südkorea gewonnen, bevor sie zum weiteren Studium nach Deutschland kam. Im April nahm sie mit dem Pianisten Uram Kim an einem Musikwettbewerb in Lyon teil. Die beiden kamen ins Semifinale. Und erst im Oktober gewann Kang bei einem Internationalen Wettbewerb in Karlsruhe erste Preise für ihre gesanglichen Leistungen.

Feigl hatte nicht zuviel versprochen, als er ein hochklassiges Konzert ankündigte. Kim begann das Konzert allein am Flügel mit der "Leichten Sonate in C-Dur" von Ludwig van Beethoven. Schon mit den ersten Klängen erkannte man, auf welch hohem Niveau sich der Auftritt der beiden bewegen würde. Egal, ob sanfte oder volle, kräftige Töne, piano oder forte – Kim und sein Flügel verschmolzen zu einer Einheit. Besonders eindrucksvoll in den nachfolgenden Stücken von Frédéric Chopin dargeboten: "Mazurka in H- und As-Dur", "Nocturne in H-Dur" sowie die "Etüde in h-Moll". Für einen Profi wie Uram Kim selbstverständlich alle solistischen Vorträge frei, also ohne Notenblatt, zu präsentieren. Für die Zuhörer fast ein kleines Wunder. Unendlich viele Noten, die nicht nur gespielt, sondern in Szene gesetzt werden wollen. Uram Kim gelingt es mit seinen flinken Fingern wunderbare Klaviermusik entstehen zu lassen.

"Auf dem See" von Franz Schubert ist der erste gemeinsame Auftritt von der Sopranistin Hyunson Kang mit dem Pianisten. Welch klare, reine Stimme, die hier erklang. Von Gustav Mahler folgten der "Frühlingsmorgen" aus "Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit" und "Rheinlegendchen" aus "Des Knaben Wunderhorn". Auf "Dein blaues Auge" von Johannes Brahms folgten die Lieder "Ich stand in Dunklen Träumen", "An einem lichten Morgen" und "Lorelei" von Clara Schumann, mit denen der erste Teil des Konzertes endete. Jedes Lied wurde mit Hingabe interpretiert und frei vorgetragen sowie am Flügel von Uram Kim entsprechend begleitet. Er bot der Sopranistin den Raum, um sich stimmlich voll zu entfalten.

Nachdem sich die Besucher in der Pause an einem Gläschen Sekt oder Orangensaft erfreut hatten, ging es mit der "Polonaise" von Ludwig van Beethoven, der "Ballade Nr. 4 in f-Moll" von Frédéric Chopin und der "Fantasie in h-Moll" von Alexander Skrjabin durch den Pianisten Uram Kim weiter.

Die Sopranistin Hyunson Kang hatte bereits die deutschen Lieder im ersten Teil akzentfrei dargeboten und auch die nachfolgenden Lieder von Gabriel Fauré sang sie perfekt in französischer Sprache: "Puisque l’aube grandit", "La lune blanche luit dans les bois" sowie "Donc, ce sera par un clair jour d’été". Und a

Auch im Englischen scheint Huyunson Kang zu Hause zu sein. So bildeten die Stücke "How fair this spot", "The soldier’s wife" und "Spring waters" von Sergei Rachmaninoff den krönenden Konzert-Abschluss.

Begeistert applaudierte das Publikum und zollte den beiden Künstlern somit großen Respekt. Erst nach zwei Zugaben aus dem vorgetragenen Repertoire endete dieses außergewöhnliche Konzert. Das Publikum war der einstimmigen Meinung, dass es sich um ein wunderbares musikalisches Spätnachmittagserlebnis gehandelt habe, was noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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