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Simmozheim Corona-Krise: Landmarkt-Finazierung stockt

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Tim Bach (rechts) suchte in den vergangenen Wochen direkt vor Ort das Gespräch mit der Bevölkerung. Foto: Tröger

Simmozheim - Die Corona-Krise bremst Tim Bach in der Realisierung seines Landmarktes in der ehemaligen "nah und gut…"-Filiale in der Simmozheimer Ortsmitte aus. Gespräche und Verhandlungen bezüglich der Finanzierung und möglicher Förderungen können gar nicht oder nur eingeschränkt wahrgenommen werden, so der Kaufmann im Gespräch vor Ort.

Die Finanzierung ist im Moment der Engpass für die Realisierung der von der Simmozheimer Bevölkerung sehnlichst erwarteten Nahversorgung. "Die erforderlichen Unterlagen für eine Förderung nach dem Leader-Programm habe ich eingereicht, die Wirtschaftsförderungsabteilung bei der L-Bank sieht auch kein Problem für einen wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb des Landmarktes. Jedoch gibt es noch keinen konkreten Ansprechpartner für mich bei der Bank für die Finanzierung." Das sei sehr mühsam und unbefriedigend, denn andere Parameter für eine Eröffnung habe er längst mit den Partnern geklärt. Der Pachtvertrag-Entwurf mit der Verbrauchergenossenschaft, der Eigentümerin der Ladenfläche, stehe ebenso wie die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten, der Firma Okle aus Singen. "Die Firma hat große Erfahrung und ein vielfach erprobtes Landmarkt-Konzept und unterstützt mich auch bei der neu zu gestaltenden zeitgemäßen Ausstattung meines Landmarktes", macht der Kaufmann deutlich.

Künftig eine wichtige Funktion als Treffpunkt

Immer mittwochs stand Bach in den vergangenen Wochen den Simmozheimern vor Ort Rede und Antwort. "Tim, wann geht’s los?" Ein selbstständiger Musikpädagoge, der durch Corona derzeit nicht arbeiten darf und daher grad kein Einkommen hat, kommt per Rad am künftigen Dorfladen vorbei. "Mein Ziel ist unter Vorbehalt der Juli, aber der Termin wackelt, je länger es sich mit der Finanzierung noch hinzieht", erklärt ihm Bach. Sie diskutieren weiter über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise für viele Selbstständige, was auch deutlich macht, dass der künftige Landmarkt eine wichtige Funktion als Treffpunkt in der Gemeinde haben wird.

Eine junge Frau kommt ebenfalls vorbeigeradelt und lässt sich über den aktuellen Stand informieren. "Wir brauchen Sie so schnell wie möglich hier. Es geht doch nicht, dass wir mit dem Bus nach Weil der Stadt oder Althengstett fahren müssen, um unsere Einkäufe zu erledigen". Sie wünscht Bach alles Gute. Ein Herr, nach eigener Aussage noch wenige Jahre von der Rente entfernt und Fahrer bei einem regionalen Taxi-Unternehmen, hat in der Bäckerei Nagel-Filiale eingekauft und will von Bach Genaueres zum künftigen Sortiment im Landmarkt wissen. "Wir müssen bei Ihnen möglichst alles bekommen", wünscht er sich, weil "wenn die Leute auch noch woanders hin müssen, kaufen sie gleich dort alles ein."

Einstiegssortiment und auch höherpreisige Qualitätsware

Das Sortiment werde alles enthalten, was für die Nahversorgung wichtig ist, und viele Produkte werden aus der Region sein, dafür stehe auch sein Lieferant. Preislich werde es ein Einstiegssortiment ebenso geben wie höherpreisige Qualitätsware für Kunden, die Bio-Waren schätzen, unter anderem bei frischem Obst und Gemüse.

In Zusammenarbeit mit einem regionalen Anbieter werde es ebenfalls Fleisch- und Wurstwaren geben, "allerdings nicht als Metzgerei-Filiale im Landmarkt, das lässt sich nicht rentierlich realisieren."

Bach steht in engem Kontakt mit den Mitarbeiterinnen der Nagel-Filiale im Gebäude. "Sie werden jeden Tag von den Kunden auch zum aktuellen Stand der Landmarkt-Eröffnung gefragt, deshalb ist es wichtig, dass ich sie ebenfalls immer aktuell informiere", lobt er das gute Verhältnis zu den Mitarbeiterinnen und ergänzt: "Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit hier mitten in Simmozheim."

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