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Simmozheim Bürgermeister: Gremium verliert fachliche sowie soziale Kompetenz

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Bürgermeister Stefan Feigl (Mitte) verabschiedete Carmelo Gibella (links) und Markus Holzäpfel. Siegfried Kempf fehlt urlaubsbedingt auf dem Foto. Foto: Tröger Foto: Schwarzwälder Bote

Simmozheim. Drei Gemeinderäte galt es für Bürgermeister Stefan Feigl zu verabschieden. Jedoch nicht, weil sie nicht wiedergewählt worden wären. "Sie scheiden heute aus dem Gemeinderat aus, weil Sie aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidiert haben, was ich persönlich sehr bedauere."

Carmelo Gibella

Die fachliche und soziale Kompetenz von Carmelo Gibella, der dem Gremium eine Amtsperiode lang angehörte, werde dem Gremium fehlen, unterstrich der Rathauschef. "Ich war sehr froh, bei Verkehrsfragen auf Ihren fachlichen Rat vertrauen zu können." Gibella ist im Vereinsleben der Gemeinde sehr aktiv. Der Polizist sieht seine berufliche Zukunft im präventiven Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, was mit vielen zusätzlichen Abendterminen einhergeht. "Deshalb kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man nicht auf allen Hochzeiten tanzen kann", sagte der Bürgermeister. Als besonderes kleines Präsent der Gemeinde überreichte das Ortsoberhaupt Gibella eine original handgemalte Ofenwandplatte nach Motiven des 1788 in Simmozheim geborenen Hafnermeisters Johann Georg Dompert mit dem Spruch: "Brauch Deinen Kopf, so stoßt Du niemals an, und keiner ist, der Dich betrügen kann." Feigl fügte an: "Diese Worte können sie vielleicht für Ihre wichtige Präventionsarbeit verwenden und Kindern und Jugendlichen mit auf den Weg geben."

Markus Holzäpfel

Markus Holzäpfel hat 15 Jahre die Politik der Gemeinde mitbestimmt. "Sie waren als mein erster Stellvertreter in den letzten Jahren auch für mich stets ein wichtiger und vertrauensvoller Ansprechpartner." würdigte ihn Feigl. Mit seiner ruhigen und sachlichen Art habe er dazu beigetragen, Kompromisse zu finden und wichtige Projekte auf den Weg zu bringen. Er habe sich nicht in Detailfragen verloren, sondern immer die große Linie im Blick gehabt. "Ihr Spruch: ›Stimmen wir ab‹ wird mir sicherlich ab und an fehlen", gestand der Rathauschef. Er hoffe sehr darauf, den technischen Sachverstand des scheidenden Rats – nicht zuletzt beim Thema Wasserversorgung – trotzdem in der Zukunft noch anfragen zu dürfen. "Aus meiner Sicht haben Sie Ihr besonderer Fleiß und Ihre Kunst, unterschiedliche Meinungen auch innerhalb Ihrer Fraktion unter einen Hut zu bringen, ausgezeichnet." Er fand auch für Holzäpfel die passende historische Ofenwandplatte im Fundus des Rathauses mit dem Spruch: "Fleiß und Kunst, gibt Brot und Gunst." Holzäpfel wurde auch mit den Ehrengaben des Gemeindetags nachträglich für zehnjähriges ehrenamtliches Engagement als Gemeinderat ausgezeichnet.

Siegfried Kempf

Auf die stolze Amtszeit von 20 Jahren kann der scheidende Gemeinderat Siegfried Kempf zurückblicken, der bei der Sitzung urlaubsbedingt fehlte. Er erhält die Ehrengaben des Gemeindetages sowie die Präsente der Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt. In seiner Laudatio betonte Bürgermeister Feigl die besondere Fähigkeit Kempfs, auch bei konträren Diskussionen im Rat stets seinen Humor zu bewahren. Er habe manchmal mit ironischen Anmerkungen den Finger in die Wunde gelegt und Themen auch noch mal von einer anderen Seite beleuchtet. "Aber er konnte auch über seine eigenen Ausführungen lachen, wenn er sich mal verstiegen hatte – eine heute sehr seltene Eigenschaft", fand Feigl.

Kempf habe bei aller Diskussion immer das Große und Ganze gesehen und richtungsweisende Entscheidungen mitgetragen. "Seine Fröhlichkeit und seine Scharmützel, mit Frau Fels zum Beispiel, werden uns fehlen." Auch Kempf bekommt eine passende Ofenwandplatte mit dem Spruch. "Ich habe fröhliche Gedanken, ich darf mit keinem Weibe zanken", was für große Heiterkeit bei Räten und Zuhörern sorgte.

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