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Simmersfeld Zuhörer tauchen in Gefühlswelten ab

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Walter Sittler (von rechts), Katrin Avison und Tizian Jost führten ihr Programm "Apfelblüten bei Nacht" in dieser Form zum ersten Mal auf.Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

In der Reihe "Kultursommer 2020 – Festspielhaus im Offenen" traten Walter Sittler, Katrin Avison und Tizian Jost mit der Premiere ihrer neuen Fassung von "Apfelblüten bei Nacht" auf der Außenbühne des Simmersfelder Festspielhauses vor – nach Corona-Maßstäben – ausverkauften Rängen auf.

Simmersfeld. Ein Leben ohne Liebe ist zwar einfach, schön und ruhig, aber ganz arg öde. Mit diesen Worten von Sigmar Polke und der Rolle, die das Herz im Gefühlsleben der Menschen spielt und was es alles kann, eröffnete der renommierte Schauspieler Walter Sittler ("Der Kommissar und das Meer") den lyrisch-musikalischen Abend unter freiem Himmel beim Festspielhaus Simmersfeld. Außerdem dankte er den Veranstaltern für den Auftritt, der einer Premiere glich, da "Apfelblüten bei Nacht" in der aktuellen Fassung zum allerersten Mal aufgeführt wurde. Auch Andreas Jendrusch vom Regionentheater aus dem Schwarzen Wald war begeistert, dass endlich wieder Veranstaltungen stattfinden können, auch wenn die erforderlichen Hygienekonzepte und Einhaltung der Abstandsregeln hohe Anforderung und einen erheblichen Mehraufwand bedeuten.

Für "Apfelblüten bei Nacht" suchten die beiden Jazzer, die faszinierende und ausdrucksstarke Sängerin Katrin Avison und der ebenfalls in München lebende Tastenvirtuose Tizian Jost, einen Leser, den sie mit dem bekannten Schauspieler Walter Sittler gefunden haben. Im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten sagte Sittler, dass er die Idee, einer Begegnung von Sprache und Musik, gleich positiv begegnete. "Was ich nicht wollte, war untätig zu sein, wenn gesungen wird, also nahm ich Schlagzeugunterricht", so Sittler, der während des Abends häufiger den Part an den Drums übernahm.

Grundidee für dieses Veranstaltungsformat war die Unberechenbarkeit der Liebe zwischen Leichtigkeit und Traurigkeit. Sängerin Katrin Avison, die mit ihrem stimmlichen Ausdrucksreichtum Bilder entstehen ließ, war überzeugt davon, dass die Besucher an diesem Abend Verbindungen zu eigenen Erfahrungen herstellen konnten, jeder auf seine eigene Weise. Einig waren sich alle drei, auch der Mann am Klavier, Tizian Jost, dass dieses Thema und seine Umsetzung sehr viel Freude und Spaß bereitet hat.

"Irre" fanden die Künstler auch, dass durch die jetzigen Events, die die Kulturveranstalter aus dem Boden stampfen, unglaublich viele tolle Ideen entstehen und gleichzeitig neue Formate in neuen sowie besonderen Spielorten gezeigt werden.

Zum Abend in Simmersfeld hatten sie Lyrikvertonungen mitgebracht und dabei bekannten Gedichten auch Neues gegenübergestellt. Die Palette reichte von Heinrich Heine über Rainer Maria Rilke und Berthold Brecht bis hin zu Erich Kästner und Kurt Tucholsky. Den Auftakt lieferte das Stück "Liebesleid" von Fritz Kreisler, dem austro-amerikanischen Violinisten, Pianisten und Komponisten.

Auf ihrer Liebes- und Lebensreise begegneten die drei Künstler auf charmante, humorvolle und tiefsinnige Weise den mannigfaltigen Facetten von Schönheiten und Unberechenbarkeiten der Liebe. Der Wechsel zwischen Gesang und Sprache, die Überschneidungen von Worten und Musik luden ein zum Zuhören, genauen Mithören, aber auch zum Träumen oder Abtauchen in eigene Gefühlswelten. Das Publikum war begeistert.

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