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Simmersfeld Vor Ort immer mehr Bienenvölker

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Basisinformationen über die Imkerei im Nordschwarzwald holte sich der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (Mitte) bei Friedrich Großhans und Ewald Braun in Simmersfeld. Foto: kw Foto: Schwarzwälder Bote

Simmersfeld (kw). Eine interessante Nachricht erreichte den CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel zum Termin mit praktizierenden Imkern: Seit 2013 ist die Zahl der Bienenvölker im Kreis Calw laut Veterinäramt um 32,3 Prozent auf heute 4796 gestiegen. Im Kreis Freudenstadt gibt es aktuell 3570 Bienenvölker.

Bienen, Wildbienen und andere Insekten sichern die biologische Vielfalt, indem sie Wild- und Kulturpflanzen bestäuben und so Ernten sichern. Fuchtel ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das sich für den Schutz der Insekten einsetzt. Denn der Schutz und der Erhalt von Artenvielfalt und Biodiversität seien zentrale Zukunftsaufgaben. Da über einen Rückgang der Insektenpopulation derzeit intensiv diskutiert werde, wolle er sich an Ort und Stelle in seinem Wahlkreis informieren.

In Simmersfeld-Beuren traf sich Hans-Joachim Fuchtel anlässlich des Tags der Biene mit Friedrich Großhans, Kreisobmann des Bauernverbandes im Landkreis Calw, und Ewald Braun. Braun nennt 30 Bienenvölker sein Eigen, Großhans zählt acht. Die beiden Imker beobachten, dass vor allem viele junge Leute zurück zur Bienenhaltung finden.

Die eigentliche Gefahr für Bienenvölker, berichteten sie dem Parlamentarischen Staatssekretär, gehe ihrer Auffassung nach allerdings nicht von der Landwirtschaft aus, sondern von der Varroamilbe. Der Parasit, der vermutlich mit importierten Bienen nach Europa gelangt ist, könnte nach Ansicht von Friedrich Großhans auch mitverantwortlich für den Rückgang der Wildbienen sein. Gleichwohl fehlt den Imkern die Vielfalt der Blüten, um unterschiedliche Sorten zu erhalten.

Deutlicher Trend zur Imkerei seit 15 Jahren

Großhans und Braun sind zwei von 646 Imkern im Landkreis Calw. Vor sechs Jahren waren es 436, was einer Zunahme um fast 50 Prozent entspricht. Vor allem die Zahl der Hobbyimker, so die Veterinärämter, sei stark gestiegen. Im Kreis Freudenstadt sind 379 Imker registriert, darunter sogar einer mit über 100 Bienenvölkern. Vergleichswerte gegenüber den Vorjahren gibt es dort allerdings nicht.

Beide Ämter bestätigen jedoch einen deutlichen Trend zur Imkerei seit ungefähr 15 Jahren. Zurückzuführen sei dies auf das steigende Bewusstsein für das Insektensterben, mehr Interesse an einem Hobby in der Natur und einem intensiveren Angebot an Schulungen durch die Vereine. Imkervereine gibt es in Calw, Nagold, Altensteig, Bad Herrenalb und Neuenbürg sowie in Freudenstadt, Horb, Dettingen und Bad Rippoldsau-Schapbach.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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