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Simmersfeld Versammlung mit surrealen Zügen

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Für Bankvorstand Fritz Kiefer (links) endet Ende dieses Jahres die Berufslaufbahn. Sein Nachfolger Martin Schmiederer (rechts) stellte sich bei der Generalversammlung in Simmersfeld vor. Bankvorstand Wolfgang Frey (Zweiter von rechts) und Aufsichtsratsvorsitzender Hans Kern berichteten über das Geschäftsjahr 2019. Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Zuwachs bei den Kundeneinlagen, gestiegenes Kreditvolumen, einen Gewinn von 517 000 Euro erwirtschaftet: Die Volksbank Nordschwarzwald ist mit dem Jahresabschluss 2019 zufrieden. Bei der Generalversammlung wurde Bilanz gezogen.

Simmersfeld. Das Mitgliedertreffen in Simmersfeld hatte für den Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Kern "fast schon surreale Züge". Wegen der Corona-Pandemie standen die Stühle weit auseinander – trotzdem blieben viele unbesetzt, weil sich kaum Kunden eingefunden hatten. Das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung war in der Albblickhalle Pflicht, auf ein Unterhaltungsprogramm wurde verzichtet und die Tagesordnungspunkte im Schnelldurchlauf abgewickelt.

Die Bilanzsumme der Genossenschaftsbank ist im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent auf 472,6 Millionen Euro gestiegen. Die Kundeneinlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozent oder 3,3 Millionen Euro angewachsen. Vorstand Wolfgang Frey: "Der Trend zu kurzfristigen Einlagen hat wegen niedriger Zinsen in den letzten Geschäftsjahren zugenommen." Er glaubt nicht, dass sich das in naher Zukunft wegen der geschwächten Konjunktur ändern werde. Dafür ist das Geschäft mit Wertpapieren um 13 Prozent gestiegen, im letzten Jahr kamen 178 weitere Fondskunden dazu, abgeschlossen wurden 518 Sparpläne. Kredite wurden in Höhe von 274,4 Millionen vergeben – gegenüber 2018 ein Zuwachs um 2,8 Millionen.

Die stärkste Ertragsquelle der Volksbank Nordschwarzwald ist nach wie vor der Zinsüberschuss, diesmal waren es 8,07 Millionen Euro. Gegenüber 2018 ist das ein Rückgang um 569 000 Euro. Gestiegen ist dafür, dank des erfolgreichen Wertpapier- und Depotgeschäfts der Provisionsüberschuss um 96 200 Euro auf 2,84 Millionen. Die Personalkosten für 78 beschäftigte Mitarbeiter, davon sechs in Ausbildung, sind im vergangenen Jahr um knapp 80 000 Euro auf 4,67 Millionen Euro gesunken. Steuern wurden in Höhe von 1,33 Millionen Euro bezahlt – davon 601 000 Euro an Kommunen. Heimische Vereine, Schulen und soziale Einrichtungen haben Spenden von mehr als 41 000 Euro bekommen. "Das werden wir auch in Zukunft so handhaben", versprach Frey in seinem Bericht.

Das Geschäftsjahr 2019 schließt mit einem Überschuss von rund 517 000 Euro ab. Die Eigenkapitalquote beträgt 12,6 Prozent der Bilanzsumme. Wegen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, zunehmenden Regulierungen der Bankenaufsicht und weil zahlreiche Altgeschäfte auslaufen, rechnet der Vorstandssprecher in den nächsten Jahren mit einem weiter sinkenden Zinsgewinn.

Dividende in Höhe von 65 178 Euro

Man werde versuchen, den Provisionsüberschuss zu steigern und die Öffnungszeiten der Filialen überprüfen, nachdem sich das Kundenverhalten verändert habe; erkennbar sei das an der starken Frequentierung des Servicecenters. Die Zahl der Besitzer von Geschäftsanteilen der Bank ist 2019 um 473 auf 10 036 angewachsen. 155 langjährige Mitglieder wurden für ihre Treue bei einer besonderen Veranstaltung in der Festhalle Pfalzgrafenweiler geehrt.

Dem Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Kern war zu entnehmen, dass die Dividende in Höhe von 65 178 Euro "auf dringenden Wunsch der Bankenaufsicht" erst im kommenden Jahr ausbezahlt wird. Dem Gremium gehören zehn Mitglieder an. Bei Klaus Gall, Hans Kern und Bruno Letzgus ist die dreijährige Amtszeit abgelaufen, sie wurden bei der Generalversammlung wiedergewählt. Bankvorstand Fritz Kiefer, der Ende 2020 seine Berufslaufbahn aus Altersgründen beendet – sein Nachfolger Fritz Schmiederer, 49 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder im Alter von acht und 13 Jahren, geboren in Oppenau, seit 18 Jahren in Horb-Altheim wohnhaft, stellte sich in der Generalversammlung kurz vor – erläuterte den Jahresabschluss 2019 und ließ ihn durch das Votum der Mitglieder bestätigen. Vom Bilanzgewinn fließen 310 000 Euro in die gesetzliche und 140 000 Euro in andere Ergebnisrücklagen. Außerdem wurden bei der Generalversammlung redaktionelle Satzungsänderungen verabschiedet.

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