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Simmersfeld Pferdehasser treibt sein Unwesen

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Manuela Waidelich (rechts) und Franziska Pasch lieben Pferde. Sie sind entsetzt über einen Unbekannten, der Weidezäune zerschneidet. Foto: Köncke

Simmersfeld-Fünfbronn - Hasst er Pferde oder will er die Familie Waidelich terrorisieren? Seit sechs Wochen treibt ein Unbekannter im Simmersfelder Ortsteil Fünfbronn sein Unwesen, schneidet auf Weideflächen Elektrozäune durch, treibt Stuten und Wallache auf die Straße und hat eine aufgestellte Wildkamera zerstört. Die Polizei ist alarmiert. Mehr lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Manuela Waidelich ist mit den Nerven am Ende, auch wenn man ihr das auf den ersten Blick nicht ansieht. Sie hat panische Angst, dass ihre Pferde in der Nacht durch die Gegend galoppieren oder auf eine Straße laufen, von einem Auto erfasst werden und sich der Fahrer lebensgefährliche Verletzungen zuzieht oder sogar getötet wird.

Am Anfang, erzählt sie, habe sie sich nur gewundert, dass mit Strom geladene Metalldrähte durchtrennt waren und sie vermutete, ein Waldtier könnte den Schaden angerichtet haben. Als aber ihr Mann Boris, der als Lastwagenfahrer früh aufstehen muss, die Tiere vor dem Haus entdeckte, ihrem 19-jährigen Sohn Kevin das Gleiche bei einer nächtlichen Heimkehr passierte und Tage später ein Nachbar im Morgengrauen anrief, er habe Pferde in der Buchhaldstraße gesehen, schwante der 39-Jährigen, dass es sich um geplante Aktionen handeln müsse.

Unbekannter macht immer weiter

Seit sechs Wochen geht das inzwischen so. An einen erholsamen Nachtschlaf ist bei den Waidelichs nicht mehr zu denken. Wer könnte ihnen so etwas antun? Hasst der Täter Pferde? Haben sie vielleicht jemand verärgert, der sich auf diese Weise rächen will? So sehr sie sich den Kopf zerbrachen, wer eventuell infrage kommt, trauten sie niemand eine solche Gemeinheit zu.

Als der Unbekannte immer weiter machte, begann das Ehepaar zu handeln: Wildkameras wurden gekauft und an verschiedenen Orten aufgestellt. Bei einer muss etwas zu sehen gewesen sein, vermutet Manuela Waidelich. "Die Speicherkarte war weg und die Elektronik kaputt".

In alle Fünfbronner Haushalte wurden Flyer verteilt und um Mithilfe gebeten. Der zuständige Jäger will mit dem Nachtsichtgerät eine dunkle Gestalt am Waldrand gesehen haben, die schnell verschwunden sei. Als die Pferde einmal sogar auf der Straße nach Simmersfeld gesichtet wurden und sie sich ausmalten, was alles hätte passieren können, schalteten die Besitzer des Kutscherhofs die Polizei ein. Um wenigstens einige Nächte durchschlafen zu können und nicht bei jedem Geräusch in Panik zu geraten, ließen sie ihre Pferde eineinhalb Wochen im Stall. Als die Zäune auf den Weiden trotzdem mehrmals durchtrennt waren, wandte sich das Ehepaar an die Öffentlichkeit, stellte einen Beitrag ins Netzwerk Facebook und hofft, dass die Veröffentlichung im Schwarzwälder Boten dazu beiträgt, den Übeltäter ausfindig zu machen. Ihre Augen offen halten will auch Franziska Pasch aus dem gleichen Ort, die ihren dreijährigen Haflinger "Strolchi" bei Waidelichs untergestellt hat.

Sechs eigene und drei Pensionspferde

Seit 2014 betreibt die Familie den Kutscherhof am Ortseingang von Fünfbronn. Sechs eigene und drei Pensionspferde stehen im Stall, meistens aber auf neun Weideflächen.

Mit der inzwischen 24-jährigen Stute Lena "hat es angefangen" erzählt Manuela Waidelich, die nach eigener Aussage Pferde über alles liebt. Weil es sich um Herdentiere handelt, die nicht allein bleiben dürfen, habe sie zur Freude ihrer Mädchen Emelie (14) und Lea (13) ein schwarzweiß geflecktes Pony gekauft. Obwohl die Zahl angewachsen sei "und wir als Züchter eingetragen sind, bleiben Pferde unser Hobby".

Manuela Waidelich hofft jetzt inständig, "dass der Spuk bald ein Ende hat". Franziska Pasch wird beim Pressegespräch deutlicher: "Wer so was macht, handelt verantwortungslos und muss verrückt sein."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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