Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Simmersfeld Orgel begeistertschon als Kind

Von
Dass er eine Stunde lang auf der weltgrößten Orgel im Passauer Dom spielen durfte, war für Fritz Frey ein eindrucksvolles Erlebnis. Foto: privat Foto: Schwarzwälder Bote

Seit 60 Jahren spielt Fritz Frey aus Simmersfeld zum Lobe Gottes auf der Orgel. Daran wird in einer musikalischen Feierstunde am Pfingstsamstag, 30. Mai, ab 19 Uhr in der evangelischen Johanneskirche erinnert.

Simmersfeld. Weggefährten des 76-Jährigen werden das Konzert mitgestalten. Fritz Frey musiziert nicht nur bei kirchlichen Feiern in Simmersfeld, er begleitet auch Senioren bei Liedernachmittagen im Alten- und Pflegeheim, umrahmt die Zusammenkünfte beim Freundeskreis der Altensteiger, Bibel-und-Brezel-Treffen und Sonntagabendgottesdienste der Liebenzeller Gemeinschaft. Außerdem ist er ein ausgesprochener Fachmann für Orgelbau und beim Harmonium. Deshalb war für ihn Anfang des Jahres der dreitägige Aufenthalt in Passau mit der Besichtigung der weltgrößten, 17 Meter hohen Kirchenorgel im Dom – auf der er eine Stunde lang spielen durfte – ein nachhaltiges Erlebnis.

Bei der am 30. November 2019 von SWR4 ausgestrahlten Rundfunksendung "Unsere Helden" hatten ihn die Einwohner der Gemeinde im oberen Wald wegen seines sozialen Engagements zum "stillen Vorbild" gekürt und bei der Direktübertragung aus der Simmersfelder Albblickhalle stürmisch gefeiert.

Der Klang des Tasteninstruments hat es Frey schon in jungen Jahren angetan. Damals wurden Jungen und Mädchen nach dem Haupt- und vor dem anschließenden Kindergottesdienst getauft. Begleitet wurde die Feier des Sakraments in der Johanneskirche Simmersfeld mit der Orgel.

Frey träumte davon, später selbst auf solch einem Instrument zu spielen. Er malte Tasten auf ein Stück Papier, bewegte darauf seine Finger und sang dazu. In der Schule gab es ein Harmonium, das dem Lehrer vorbehalten war. Einmal hielt er sich an dessen Abwesenheit nicht daran, wurde erwischt und musste zur Strafe einen Text "in Schönschrift" abschreiben.

Während des Konfirmandenunterrichts bekam der damalige Pfarrer mit, dass Fritz beim Gottesdienst häufig neben der Orgel saß und dem Organisten aus nächster Nähe beobachtete, wie er Hebel und Tasten betätigte und konzentriert auf Liedblätter schaute. Frey hatte eine Tante, die als Diakonisse in Stuttgart arbeitete. In ihrer Dienstwohnung fand sie keinen Platz für das Harmonium und stellte es bei seinen Großeltern ab. Immer, wenn sie zu Besuch kam, spielte sie darauf – und Fritz durfte mitmachen. Ab Januar 1957 nahm er in Altensteig Orgelunterricht. bei Organist Rümelin. Nach zwei Jahren intensivem Üben umrahmte der 17-Jährige zum ersten Mal am Pfingstmontag 1960 die Morgenfeier in der Simmersfelder Johanneskirche. "Das hat auf Anhieb gut geklappt", erinnert sich der Senior noch heute gerne an die damalige Premiere.

Das Orgelspiel war für den Beschäftigten einer Altensteiger Besteckfabrik nicht nur ein Ausgleich, "sondern für ihn nach eigener Aussage "ein Stück Lebenserfüllung".

Frey wurde nicht nur von der Kirchengemeinde Simmersfeld beauftragt, er begleitete auch Gottesdienste in der Altensteiger Stadtkirche. Die Begeisterung und Liebe zu diesem Instrument hat er sich auch 60 Jahre später bewahrt. Und sollte die Simmersfelder Johanneskirche am Pfingstsamstag trotz Corona geöffnet sein, will er mit Wegbegleitern ein "besonders schönes Jubiläumskonzert geben" verspricht Frey schon jetzt.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.