67 der 73 Plätze, die im Kindergarten Simmersfeld angeboten werden, sind zurzeit belegt – Tendenz steigend. Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Betreuung: Simmersfelder Tagesstätte gerät an den Rand ihrer Kapazitäten / Auswärtige derzeit außen vor

67 der 73 Kindergartenplätze in Simmersfeld sind derzeit belegt. Weil zehn Anmeldungen vorliegen, ist die Eröffnung einer Halbtagesgruppe geplant. Auch in der Krippe besteht Handlungsbedarf. Der Gemeinderat befasste sich in der jüngsten Sitzung mit der weiteren Entwicklung.

Simmersfeld. 19 Geburten hat es 2019 in Simmersfeld gegeben, 21 im vergangenen Jahr. Außerdem erblickten in dieser Zeit elf Jungen und Mädchen von zugezogenen Eltern das Licht der Welt. Einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben haben 83 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Der Höchststand wird laut Statistik im laufenden Jahr erreicht und nimmt bis 2024 leicht ab. 20 der 67 betreuten Kinder besuchen den Waldkindergarten, 47 verteilen sich auf zwei "Indoor"-Gruppen, von denen eine verlängerte Öffnungszeiten anbietet.

Stoll rechnet mitstabilen Zahlen

Wegen steigender Anmeldezahlen in den nächsten Monaten "können wir keine auswärtigen Kinder aufnehmen", erklärte Leiterin Susanne Lutz-Greule dem Gremium in der jüngsten Sitzung. Obwohl das Interesse hoch sei, besonders aus Aichelberg und Zwerenberg.

Auch bei der "Sternschnuppe" steigt die Nachfrage. Maximal zwölf Kleinkinder können in der bestehenden Gruppe betreut werden. Gegenwärtig sind es 14, weil zwei Plätze geteilt wurden. Drei Eltern möchten ihren Nachwuchs ab Mai/Juni in der Krippe unterbringen, weitere drei im späteren Jahr 2021.

Auffällig sei nach Auskunft der Leiterin, dass nicht mehr so viele Einzeltage gebucht werden, sondern eine Betreuung von vier bis fünf Tagen in der Woche gewünscht werde. Anfragen von Auswärtigen würden dabei keine große Rolle spielen, anders sei das gewesen, als die Krippe noch als Verein geführt wurde.

Der Aufwärtstrend in der Kindertagesstätte "ist seit 2018 erkennbar", blickte Bürgermeister Jochen Stoll auf die Statistik. Er rechnet damit, dass die Zahlen in den nächsten Jahren stabil bleiben "und kein Absturz droht".

Wie lange dauert es ,bis die Halbtagesgruppe im Kindergarten und die Spielgruppe in der Krippe eröffnet werden? Genau könne er das nicht sagen, erhielt Gemeinderat Bernd Brüstle vom Bürgermeister zur Antwort. Erst müsse das bürokratisches Verfahren abgeschlossen sein.

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