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Simmersfeld Die Planungen sind schon wieder Makulatur

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Ein neu errichteter Container soll künftig Künstlern als Aufenthaltsraum dienen.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Das Programm der Kulturwerkstatt Simmersfeld für die ersten vier Monate dieses Jahres stand fest, und das Regionentheater aus dem Schwarzen Wald wollte mit einer Premiere auf Tournee gehen. Corona und der Lockdown haben die Planungen zum zweiten Mal über den Haufen geworfen.

Simmersfeld. "Wir versuchen, die Künstler zu halten", beschreibt Roland Schweizer vom Programmausschuss der Kulturwerkstatt die augenblickliche Situation. Soll heißen: Die abgeschlossenen Verträge bleiben bestehen in der Hoffnung, dass die Neuinfektionen stark zurückgehen und Künstler zumindest unter strikter Beachtung der Hygieneregeln wieder auf der Bühne stehen können. So wie Sandra Kreisler am 11. Oktober 2020, als die Sängerin mit unbekannten Chansons ihres berühmten Vaters Georg – das Lied der literarischen Ikone "Gehn wir Tauben vergiften im Park" ist bis heute im Gedächtnis verankert – die Zuhörer im ausverkauften Festspielhaus (mehr als 65 Zuhörer waren wegen der Kontaktbeschränkungen nicht erlaubt) begeisterte.

Der erste Teil des Experiments "Anstoß" mit einer philosophische Betrachtung von Anke Raith über reale und virtuelle Lebensträume für die kindliche Entwicklung konnte drei Tage später noch stattfinden, dann war Feierabend mit Veranstaltungen in der dritten Spielzeit 2020. Die Kaffeekantate von Johann Sebastian Bach mit Werner Wilms und Ensemble fiel aus, der Auftritt des deutschlandweit bekannten Zauberers und Illusionisten Bert Rex - der wegen vieler Kontakte in der Szene bereits das Programm für die Varieté-Programm zum Jahreswechsel im Festspielhaus zusammengestellt hatte – musste abgesagt werden, ebenso die Gastspiele von "Burr & Klaiber" (Blues und mehr), von "Cabanaz" (Balladen) und die Akustik-Show von "Tikibar".

Im neuen Jahr, sagt Markus Heintel vom Programmausschuss, habe man eigentlich durchstarten wollen mit "Dr. Mablues & The Detail Horns" zum Auftakt und der Band "Berta Epple" am 31. Januar, deren Sound geprägt ist von spannenden, dreistimmigen Gesangsarrangements und einem virtuosen Spiel der Musiker.

Die Zwischenzeit habe man genutzt, um handwerkliche Arbeiten durchzuführen. Unter anderem wurde die Bühne zurückversetzt, um Platz zu schaffen für zwei zusätzliche Zuschauerreihen. Hinter dem Haus hat man eine sechs Meter breite, fünf Meter tiefe und vier Meter hohe Aluminium-Traverse errichtet und mit einer PVC-Plane abgeschlossen, damit Schauspieler und Musiker bei Außenaufführungen vor dem Unbill des Wetters geschützt sind.

Birgit Heintel: "Es ist ziemlich zermürbend"

Weil es im Festspielhaus keinen richtigen Aufenthaltsraum für Künstler gibt und wegen der Erweiterung der Bühne noch weniger Platz zur Verfügung steht, wurde die Rückwand durchbrochen und ein acht Meter mal dreienhalb Meter großer Container angeschafft, der über einen vier Meter langen Fußweg mit der Bühne verbunden ist.

Der harte Lockdown bereitet auch dem Regionentheater, das im Festspielhaus probt und mit der Kulturwerkstatt partnerschaftlich verbunden ist, Probleme. Eigentlich sollte das neue Stück, die Komödie "Das Ende vom Anfang" am 9. Oktober 2020 zum ersten Mal aufgeführt werden, zwei Tage später erneut im Festspielhaus und an Silvester. "Wir waren mit den Proben fast fertig", berichtet Produzentin Birgit Heintel, die bei diesem Stück zusammen mit Martin Sommerlatte und Sebastian Menges auch auf der Bühne steht. In diesem Jahr wollte man mit dem Stück auf Tournee gehen, die ersten Termine in Hinterzarten und Bad Dürrheim seien bereits festgezurrt gewesen. Auch das Kindertheater "Meister Eder und sein Pumuckl" – die Premierenvorstellung hatte man für den 6. Dezember 2020 geplant – wurde vorerst auf Eis gelegt. Dass die Planungen wegen des Lockdowns erneut über den Haufen geworfen wurden, "ist ziemlich zermürbend", gibt die Produzentin unumwunden zu.

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