Ortsvorsteher Michael Jerg sprach über Erfolge des Jahres 2024. Schwierig gestaltet sich die Suche nach Neubaugebieten.
Eine Wohlfühlgemeinde, in der in den zurückliegenden Jahren nur wenige Wünsche offenblieben – als solche bezeichnete Ortsvorsteher Michael Jerg Mundelfingen in der Silvesterversammlung.
55 Kindergartenplätze
Unterstützen konnte er diese Aussage mit einigen Beispielen. Die Erweiterung des Kindergartens etwa habe zum Wohlfühlfaktor beigetragen. Die Kapazität beträgt neu 55 Plätze. Und auch mit der beschlossenen und mehrfach diskutierten Neugestaltung des Schulhofs werde ein weiterer Meilenstein erreicht, der die Attraktivität für Familien mit Kindern steigere, befand er. Zudem könne sich mit der Niederlassung der Schellenberger-Schule mit ihren zwei Klassen und 60 Schulkindern das Angebot sehen lassen.
Bücherei als Aushängeschild
Jerg führte die Qualität des Bildungsangebots auch auf die weitsichtige Arbeitsweise der Leitungen von Kindergarten und Schule zurück. Im Kontext des Bildungsangebots führte er zudem die Katholische öffentliche Bücherei (KÖB) an, die sich in den vergangenen 25 Jahren zu einem Aushängeschild entwickelt habe. Das ehrenamtliche Engagement des Büchereiteams, zu dem Ulrike Schnottalla, Gudrun Allaut und Beate Gut zählen, bildete während dieser Zeit eine Grundlage des anhaltenden Erfolgs, so Jerg. Im Vorjahr bildete sich dieser in rund 3400 Ausleihen bei einem Bestand von über 2000 Medien ab.
Bücherei etabliert sich
Diese konstant gute Bilanz war auch eines der Argumente der Bücherei, sich mit der Kindergarten-Erweiterung an einem dauerhaften und modern gestalteten Standort zu etablieren. Die Einweihung der Räume ist im kommenden Frühjahr geplant.
Die KÖB steht Jerg zufolge als ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement, das er in Mundelfingen auch in einer starken Vereinsgemeinschaft feststelle. „Sie bilden über alle Generationen ein Fundament unserer Gesellschaft“, dankte er speziell dem Deutschen Roten Kreuz und der Feuerwehr für ihre stetige Bereitschaft.
Vereine feiern Jubiläum
Er ging auf das Jubiläumsjahr des Gesangvereins, das bevorstehende Jubiläum der Musikkapelle und das für 2026 terminierte Jubiläum des Narrenvereins ein und betonte, dass bei derlei Anlässen ein großer Einsatz der Mitglieder oder gar der ganzen Dorfgemeinschaft erforderlich sei.
Die Erstellung eines Kunstrasenplatzes für den Sportverein, die Dachsanierung des Dreschschuppens oder das Anlegen von landesligatauglichen Boulefeldern führte er als Beispiele dafür an, dass sich die Vereine mit Ideen und Engagement in Eigenverantwortung für eine erfolgreiche Entwicklung einsetzen. Jerg dankte Stadtbaumeister Thilo Mayer, der sich für ein neues Narrenbaumloch stark gemacht habe.
Nicht einfach gestaltet sich für den Ort die Suche nach einem weiteren Neubaugebiet. Das Gebiet Feldbergblick mit seinen 25 Wohneinheiten war im Nu bebaut. Stockende Grundstücksverhandlungen mit Privatbesitzern, das Fehlen von zusammenhängenden Bauflächen in städtischem Besitz, Vogelschutzgebiete und gesetzliche Vorgaben sind Hindernisse für eine weitere Ausweisung. Jerg erklärte, dass aktuell im Gewann Brühl auf einer Fläche von 1,2 Hektar diesbezüglich Hoffnung bestehe. Als Glück bezeichnete er die Bereitschaft der Bevölkerung, sich auch für die Innenentwicklung, freie Bauplätze und die Sanierung bestehender und leerstehender Gebäude im Ort zu interessieren.
Wege werden saniert
Zudem steht die Sanierung des Opferdinger Stiegs, die Wanderweganbindung Dalben, die Sanierung der Wege zum Friedhof, der Kreuzung Munolf- und Hans-Huber-Straße und des Wegs in die Kiesgrube bevor.
Würdigungen
Ehrende Worte
Mundelfingen zählt aktuell 805 Einwohner und wies im Vorjahr zwei Geburten und acht Sterbefälle aus. Aus den im letzten Frühjahr durchgeführten Wahlen des Ortschaftsrats ergaben sich diverse Veränderungen. Ortsvorsteher Michael Jerg dankte in der Silvesterversammlung Hermann Strohmayer für 25 Jahre Engagement als Ortschaftsrat, davon 20 Jahre als stellvertretender Ortsvorsteher. Er verabschiedete Kathrin Schwarz als Ortschaftsrätin und Christine Harms-Höfler aus ihrem Amt als Gemeinderätin. Ehrende Worte gingen auch an die Ortschaftsräte Claus Merz für 20 Jahre, Ferdinand Bäurer für 35 Jahre und Michael Jerg für 25 Jahre Mitwirkung im Gremium.