Die Garage steht in Flammen. Foto: FFW Zimmern

Kaum ist das neue Jahr eine Stunde alt, kommt es in Zimmern bei Rottweil zu einem Feuer – und das fordert ganzen Einsatz von vielen Beteiligten.

„Die Neujahrsnacht ist immer speziell“, fasst der Zimmerner Feuerwehrkommandant Frank Scherfer die Ereignisse zwischen dem alten und dem neuen Jahr zusammen.

 

Denn diese hatten es für die Wehr durchaus in sich. „Als wir zum Einsatzort kamen, befand sich in PKW in einer Garage in Vollbrand – die Garagentür war schon zur Hälfte durchgebrannt“, lässt er die frühen Stunden des Jahres 2026 noch einmal an sich vorüberziehen. Denn um 1.06 Uhr waren sowohl Feuerwehr als auch die Polizei in die Edelburgastraße alarmiert worden.

Viele Abteilungen vor Ort

Schnell leiteten die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung mit C-Rohren ein. Zwar habe in dem Moment kein direkter Funkenflug von dem brennenden Carport zu dem angrenzenden Haus bestanden, doch sei ein Übergreifen im Bereich des Möglichen gewesen.

Aber das zügige Eingreifen der Feuerwehr verhinderte solch ein drohendes Szenario. Die Anwohner hatten das Haus schon selbstständig verlassen. Mit der Alarmierung B4 waren sowohl die Abteilung Zimmern wie auch Horgen, Flözlingen und Stetten ausgerückt.

Hilfe im Hintergrund

Und zum ersten Mal mit dabei – der Einsatzleitwagen des Landkreises Rottweil, der eigentlich in Göllsdorf stationiert ist. „Damit wird dem Einsatzleiter der Rücken frei gehalten“, bringt es Scherfer schnell auf den Punkt.

Denn in dem Wagen laufe die Dokumentation des Geschehens – jede einzelne Maßnahme werde quasi mit einem Zeitstempel versehen – ab. Und auch das Nachfordern weiterer Kräfte oder die Kommunikation mit zusätzlichen Diensten – waren neben der Feuerwehr Rottweil und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister auch die Polizei Rottweil sowie der Rettungsdienst vor Ort – werde über den Einsatzleitwagen abgewickelt.

Feuerwerksreste im Mülleimer

„Das wünscht man keinem, aber es passiert eben“, sagt der Kommandant. Aber mit Blick darauf, was geschehen sei, habe das Zusammenspiel der verschiedenen Einheiten vollauf geklappt. „Es hat auf Anhieb funktioniert“, kommentiert Scherfer den ersten Einsatz des neuen Jahres. So sei er mit dem Ablauf des Einsatzes sehr zufrieden.

Doch was löste den Brand eigentlich aus? „Ersten Ermittlungen zufolge wurden Feuerwerksreste unsachgemäß in einen Mülleimer entsorgt, welche diesen entzündeten“, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.

Das Feuer griff daraufhin auf Garage und PKW über – konnte jedoch von der Feuerwehr gelöscht werden. „Der Sachschaden beträgt etwa 30 000 Euro“, äußert sich ein Polizeisprecher zur entstandenen Schadenshöhe.