Ingo Schulze, „Opa Ingo“, läuft voraus und seine Nachfolgerin Nazli Hacibayramoglu aus Sulz (in grüner Jacke) hinterher Foto: Morlok

Der Ultramarathonläufer Ingo Schulze organisiert zum letzten Mal das Laufereignis am 31. Dezember.

Horbs Dauerlauflegende Ingo Schulze lädt auch in diesem Jahr zum traditionellen Horber Silvesterlauf ein. Er hofft, dass sich bei diesem Event wieder viele Teilnehmer die Weihnachtsmüdigkeit aus den Beinen schütteln und sich zum gemeinsamen Laufen, Gehen oder Walken treffen.

 

Es ist der 25. Silvesterlauf und gleichzeitig auch die letzte, als „Plapperrennen“ bekannte Veranstaltung, die ganz unter der berühmten Regie von „Opa Ingo“, wie ihn seine große Läuferfamilie liebevoll nennt, stattfindet. „Nach dem 25. Lauf wird es unter meiner Regie keinen weiteren Horber Silvesterlauf mehr geben. Es freut mich aber, dass ich in Nazli Hacibayramoglu aus Sulz eine würdige Nachfolgering gefunden habe“, schreibt Schulze in einer Mail an unsere Redaktion.

Eine würdige Nachfolgerin

Die 49-jährige Sulzer Heilpraktikerin mit eigener Praxis ist keine Unbekannte beim Horber Silvesterlauf. Seit Jahren ist Hacibayramoglu mit von der Partie. Sie hat sich in ihrer Freizeit dem Sommerbiathlon und verstärkt dem Ultralangstreckenlauf verschrieben.

Zu ihrem 50. Geburtstag am 28. März 2026 wird sie zu einem Lauf über 2216 Kilometer von Sulz nach Istanbul starten und in den geplanten 43 Tagen von Ingo Schulze und dem Empfinger Läufer Hans-Peter Baiker begleitet werden.

Eine solch kolossale Aufgabe müssen die Teilnehmer des 25. Horber Silvesterlaufs natürlich nicht unter die Laufschuhe nehmen.

Tipps vom Fachmann

„Laufe los und wenn die Luft knapp wird, dann marschierst du eben. Du solltest eine Stunde unterwegs sein. Dabei musst du nicht die gesamte Distanz über 5,3 oder 10,3 Kilometer laufen. Laufe ohne Zwang. Hast du nach einer halben Stunde die Kehrtwende nicht erreicht, so kehre einfach um. Ist dir die Stunde zu lang und es reicht dir eine halbe Stunde, so kehre eben nach 15 Minuten um.“ Ganz wichtig: „Du läufst/bewegst dich nicht für andere, sondern für dich selbst. Deine Gesundheit ist dein wichtigstes Kapital. Das Laufen, oder die Bewegung überhaupt, kann vieles bewirken“, so ein paar Tipps vom Mann, der schon vom Nordkap bis ans südliche Ende von Deutschland lief.

Der Treffpunkt ist am 31. Dezember um 15 Uhr vor dem Neckarbad. Nach dem Lauf sind alle zu einem Schwätzchen (Norddeutsch: »Dann hepp wi noch’n lütten Schnack«) im Lokal im Neckarbad eingeladen. Wie in der Vergangenheit warten Inge Schulze und ihre Helferin wieder mit einem kleinen Buffet auf. Dieses besteht aus Kaffee, Glühwein, Kinderpunsch, Sekt, Lebkuchen und sonstige Knabbereien.

Kein Wettbewerbsstress

Es geht locker zu, bei dieser Traditionsveranstaltung. Es gibt keine Startnummern, es erfolgt keine Zeitnahme, es wird kein Startgeld erhoben, es ist keine Anmeldung erforderlich und es ist ein Lauf auf eigene Gefahr. Gern sind Kinder und ganze Familien, Stammtischrunden, Firmenmannschaften und ähnliche Gruppierungen gesehen. „Jeder bewegt sich, so wie er es möchte. Sei es in der Gruppe oder jemand will seine Schnelligkeit testen. Gewinner ist ohnehin jeder, der dabei war! Jeder rennt, läuft, spaziert, wandert oder geht, oder schiebt den Kinderwagen, ganz wie es ihm gefällt“ fasst Ingo, der Mann mit dem Silvesterlauf-Zylinder als Erkennungszeichen, zusammen.

Und für alle, die sich den Horber Silvesterlauf zukünftig nicht ohne Opa Ingo vorstellen können, kommt die Entwarnung direkt aus dem Hause Schulze. „Natürlich werde ich meiner Nachfolgerin weiterhin zur Seite stehen und bin vorerst die „graue Eminenz“ mit Zylinder im Hintergrund“ teilt er mit.

Sollten trotz allem noch Fragen offen sein – kein Problem. Einfach Ingo fragen.

Ingo Schulze, Hauptstraße 52, 72160 Horb-Nordstetten Telefon 07451/4615 oder 0171/4 25 14 35, ultralauf@ischulze.de