Zentrale Feuerwerke statt Silvesterchaos: In Rheinfelden wird der Ruf nach weiteren Verbotszonen immer lauter (Symbolfoto). Foto: Planetfox/Pixabay

Der Kernstadtbeirat spricht sich für mehr Böller-Verbotszonen in Rheinfelden aus.

Der Stadtteilbeirat Kernstadt Rheinfelden fordert mehr Verbotszonen mit Blick auf die Silvesterböllerei. Außerdem sprach sich der Kernstadtbeirat in seiner jüngsten Sitzung für mehr dezentrale Alternativen für das Silvesterfeuerwerk aus.

 

Einig waren sich die Beiräte, dass man anstelle nur einiger Böllerverbotszonen wesentlich mehr Areale ausweist, auf denen das Zünden von Feuerwerk grundsätzlich verboten ist. Ein zentrales Feuerwerk, so auch in den Rheinfelder Ortsteilen, könnte dafür sorgen, dass außerhalb dieser Zonen weniger geböllert werde, hieß es weiter.

Kernstadtbeirat Jörg Moritz-Reinbach sprach sich in diesem Zusammenhang auch für alternative Angebote in der Silvesternacht aus, um der teilweise gefährlichen Böllerei Einhalt zu gebieten.

Entsprechende Vorstellungen hatte bereits die SPD-Stadtratsfraktion in einem Schreiben an Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und die Stadtverwaltung Mitte Januar dieses Jahres formuliert.

Die SPD-Fraktion stellte darin den Antrag, dass die Stadt ihre Einflussmöglichkeiten nutzt, um zum Beispiel über den Städtetag auf eine Verschärfung der bereits bestehenden Regelungen hinzuwirken.

Zum SPD-Antrag zählten darüber hinaus die Ausweitung der böllerfreien Zonen in der Innenstadt sowie die Entwicklung neuer Formen gemeinsam mit der Bürgerschaft für zukünftige Silvesterfeiern in der Innenstadt sowie aller Ortsteilen. Konkret wurden in Bezug auf weitere Verbotszonen die Rudolf-Vogel-Anlage sowie der Bereich der Bahnunterführung zwischen der B 34 und der Rheinbrückstraße genannt.

Hier gab es auch in der jüngsten Silvesternacht gefährliche Situationen, als sich zum Teil betrunkene Personen gegenseitig mit Böllern und Raketen attackierten und die Straßen sowie Plätze wie auch die Fußgängerpassage in ein Schlachtfeld verwandelten.

In der Begründung des SPD-Antrages heißt es diesbezüglich: „Trotz der vorgegebenen Auflagen und Reglementierungen wird Silvester von einzelnen Gruppen – auch in Rheinfelden – missbraucht, und es kommt immer wieder zu Bränden und schweren Verletzungen, deren Folgekosten zu Lasten der Allgemeinheit gehen. Hierzu tragen nicht nur Alkoholkonsum, sondern gerade auch die Aufrüstung der pyrotechnischen Industrie durch immer größere Raketenbatterien bei.“