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Silvester in Corona-Zeiten Kommt in St. Georgen und Königsfeld Böllerverbot?

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Ein Feuerwerk zum Jahreswechsel - heuer könnte dies ausfallen. (Symbolfoto) Foto: Eyrich

St. Georgen/Königsfeld - Für die Stuttgarter Innenstadt hat man vorige Woche beschlossen, was auch anderorts in der Republik an Silvester droht: Ein Böllerverbot. Die Rufe nach einem Verbot sind nichts Neues: Umwelt- und Tierschützer fordern schon seit Jahren, das bunte Farbenspiel der Pyrotechnik zum Jahreswechsel zu unterlassen. Denn dieses ist nicht nur sehr hell und laut, sondern versetzt viele Tiere in Todesangst – und auch mit ihrer Umweltbilanz können die kleinen Raketen nicht punkten.

Durch Corona bekommt die Diskussion nun einen neuen Aufschub. Kritiker meinen, durch das Zünden von Feuerwerken könnte es passieren, dass Abstände nicht mehr eingehalten werden. Zudem möchte man die Krankenhäuser nicht zusätzlich durch Menschen mit Brandverletzungen belasten. Doch wie stehen die Kommunen St. Georgen und Königsfeld dazu?

Königsfelder Altstadt schon seit Jahren böllerfrei 

Für Königsfeld stellt sich die Frage gar nicht wirklich – zumindest in der Altstadt. Denn diese ist brandschutzbedingt schließlich bereits seit einigen Jahren böllerfrei. Es bleibe jedoch abzuwarten, ob Feuerwerke dieses Jahr nicht generell noch verboten werden, meint Bürgermeister Fritz Link. "Wobei ich bei Abstandswahrung im Freien nicht das Problem sehe", sagt Link. Jedoch könnte es, gerade bei Jüngeren, an Silvester natürlich zu größeren Menschenansammlungen kommen. Hier müsse man die politischen Entscheidungen abwarten, so der Bürgermeister.

Auch in St. Georgen könnte man sich vorstellen, dass ein Böllerverbot kommt: "Hier geht es um den Schutz vor Ansteckung und Übertragung des Virus bei Zusammenkünften von Menschen, die auf der Straße feiern. Diese Gefahr sehe ich durchaus, wenn hier und da Alkohol, mangelnde Disziplin und Leichtsinn ins Spiel kommen", meint Bürgermeister Michael Rieger.

Das Silvester-Feuerwerk aber auch in der Zeit nach Corona zu verbieten, will Rieger nicht gutheißen: Es sollte den Menschen selbst überlassen bleiben, ob sie ihr Geld für Silvesterkracher ausgeben wollen oder nicht, findet der Bürgermeister. Beim Jahreswechsel hätte es Tradition, dass die Menschen feiern und Raketen zünden. Wer das nicht wolle, bräuchte es ja nicht zu tun, meint Rieger und betont: "Wir sollten den Menschen diese Freuden lassen und kein allgemeines Verbot aussprechen."

Heute stehen neue politische Entscheidungen an. Ein Feuerwerks-Verbot wäre für die meisten sicherlich auch ein Verlust. Denn etwas Farbe und Licht in der dunklen Corona-Zeit würde vielen Menschen bestimmt auch neuen Mut für das neue Jahr machen.

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