Feuerwerkskörper stehen nun wieder zum Verkauf. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa

Sowohl die Stadt Balingen als auch die Feuerwehr blicken der Silvesternacht entspannt entgegen. Große Einschränkungen gibt es nicht, die Verwaltung appelliert aber an die Vernunft.

Am Samstag, 28. Dezember, startet in diesem Jahr der Verkauf von Silvesterfeuerwerk. Das neue Jahr wird aller Voraussicht nach auch in Balingen bunt und laut eingeläutet. Wir haben uns erkundigt, wie sich Stadt und Feuerwehr auf diese besondere Nacht vorbereitet.

 

„Wir erwünschen uns einen verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern, das heißt den Schutz von Personen (insbesondere Kindern), Tieren und Gebäuden. Gegenseitige Rücksichtnahme ist auch in der Silvesternacht von zentraler Bedeutung. Auch die Beseitigung des produzierten Mülls gehört hier dazu. All diese Punkte sind auch in Feierlaune und unter Alkoholeinfluss möglich“, heißt es seitens der Stadt Balingen auf Anfrage.

Balingen plant keine Einschränkungen

Aber wann und wo darf in Balingen eigentlich Feuerwerk abgebrannt werden? Die generelle Rechtslage in Baden-Württemberg sieht vor, dass Feuerwerkskörper jedes Jahr nur am 31. Dezember und am 1. Januar gezündet werden dürfen.

„Die Städte und Kommunen haben darüber hinaus die Möglichkeit, zeitliche und räumliche Beschränkungen oder komplette Verbote in bestimmten Teilen einer Gemeinde zu erlassen“, schreibt das Landessozialministerium.

„Wir sehen auf Basis der bisherigen Erfahrungen eine Notwendigkeit hierfür nicht gegeben“, heißt es von der Stadt Balingen dazu, die auf die allgemeine Gesetzesgrundlage verweist. „Ein Abbrennverbot ist nicht geplant.“

Einsatzkräfte werden über Funkmeldeempfänger und Handyapp alarmiert

Die Feuerwehr Balingen ist auf alle Szenarien in der Silvesternacht vorbereitet. „Grundsätzlich steht die Einsatzbereitschaft zu jedem Zeitpunkt. Es kann ja immer zu einem Einsatz kommen. Natürlich ist die Silvesternacht prädestiniert für ein höheres Aufkommen, es ändert aber nichts daran, dass es jederzeit zum Alarm kommen kann und wir vorbereitet sind“, äußert sich Kommandant Florian Rebholz.

In den vergangenen Jahren sei es, vor allem bei trockener Witterung vermehrt zu Heckenbränden gekommen, blickt Rebholz zurück. „Von Gebäudebränden blieben wir im Balinger Stadtgebiet verschont.“

Die Einsatzkräfte werden über Funkmeldeempfänger und Handyapp alarmiert, „die Eintreffzeiten gelten natürlich gleich wie im restlichen Jahr. Somit sind wir hier gut aufgestellt“, schreibt Rebholz.

Keine offizielle Feier bei der Feuerwehr

Eine offizielle Silvesterfeier ist bei der Feuerwehr nicht geplant. Aber im privaten kommen befreundete Mitglieder dann doch zusammen. „Die Mitglieder sind sich aber natürlich der Wichtigkeit der Alarmbereitschaft in dieser Nacht bewusst, und somit ist als positiver Nebeneffekt zu beobachten, dass diese Feiern in naher Umgebung des Gerätehauses stattfinden“, so Rebholz.