Antonia Körber hat bei Jugend musiziert mit dem Marimba überzeugt. Foto: (c) Oliver Borchert

Antonia Körber von der Musikschule Altensteig hat beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert die volle Punktzahl eingefahren.

Antonia Körber von der Musikschule Altensteig hat mit ihren 14 Jahren schon eine ganze Palette an Musikerfahrung und -erfolgen vorzuweisen. Beim diesjährigen Bundesjugendwettbewerb „Jugend musiziert“ hat sie am Marimba – einer Art großes Xylofon – die volle Punktzahl von 25 geholt.

 

Schon mit vier Jahren hat sie Schlagzeug und Marimba für sich entdeckt. Es war eine Art Liebe auf den ersten Klang beim Tag der offenen Tür der Musikschule Herrenberg.

So kam sie auch an die Musikschule Altensteig. Ihr Lehrer Gregor Dazko ist mittlerweile dort Schulleiter – und nahm seine Schülerin quasi mit. Den weiten Weg von ihrem Wohnort Gärtringen nach Altensteig muss die Schülerin dennoch nicht wöchentlich auf sich nehmen. Unterricht kann sie nach wie vor in Herrenberg bei Dazko nehmen.

Seit 2019 tritt sie bei Jugend musiziert auf, bei Regional- und Landeswettbewerben hat sie Erfolge eingefahren. Im vergangenen Jahr nahm sie erstmals am Bundeswettbewerb teil. Am Schlagzeug spielte sie im Orchester und erreichte mit ihren Mitstreitern ebenfalls 25 Punkte. „Es ist ein Teil von meinem Leben, es bringt mir Freude und macht mir ziemlich viel Spaß“, beschreibt sie ihre Leidenschaft zur Musik.

Auch am Schlagzeug ist Antonia Körber geübt. Foto: Oliver Borchert/DMR/Jumu www.olbor.de

Antonia spielt im Bereich „Percussion“ – dahinter verbergen sich Schlag- und Rhythmus-Instrumente. Das bedeutet, dass Antonia eine ganze Palette an Instrumenten spielen muss. Darunter Schlagzeug, Marimba, Pauke, Becken, selbst die zarte Triangel gehört dazu.

Auch beim Schlagzeug gibt es Noten

Dennoch gibt es Noten, wie bei anderen Instrumenten auch. So hat sie beim Bundeswettbewerb auch ein klassisches Stück zu Gehör gebracht. Und es gilt, die Technik zu beherrschen. Wie sie die Schläger hält, ob sie stark oder sanft schlägt, die Tasten oben oder unten trifft – all das kann die Musik verändern. „Man kann sehr viel variieren“, meint sie.

Es macht ihr Spaß und motiviert sie, sich Herausforderungen zu stellen, etwa neue Stücke und schwierige Passagen zu lernen und schließlich bei Wettbewerben aufzutreten. Lampenfieber ist kein großes Thema für sie. „Ich fühle mich sicher“, sagt sie. Sie weiß, was sie kann und mit diesem Wissen geht sie auf die Bühne.

Den Großteil ihrer freien Zeit widmet sie der Musik. Üben – auch wenn es nur fünf Minuten Arbeit an der Technik ist – gehört täglich dazu. Manchmal sitzt sie auch zwei bis drei Stunden am Instrument. Außerdem ist sie in acht Orchestern dabei – manche proben und spielen regelmäßig, manche zeitweise als Projektorchester. In der übrigen Zeit trifft sie sich mit Freunden und spielt in Sindelfingen Fußball. Zudem will die Schule natürlich nicht vergessen werden.

Auch bei dieser gibt die Musik den Takt an. Die Achtklässlerin besucht ein musisches Gymnasium in Herrenberg. Seit der fünften Klasse lernt Antonia Euphonium – eine Art große Tuba. Auch mit diesem war sie bereits bei Jugend musiziert. Mittlerweile dirigiert sie auch bei den Proben in der Schule. Im Abitur wird Musik als Hauptfach geprüft. Mittlerweile macht sie auch erste Schritte in Richtung Klavier.

Antonia möchte schon vor dem Abi studieren

Denn das ist für eine Musikerkarriere durchaus wichtig. Antonia möchte in diesem Bereich studieren. Und das schon während der Schulzeit: über ein Frühstudium an der Musikhochschule.