Vladan Lipovina schenkte den Coburgern bei klaren Heimsieg des HBW sechs Tore ein. Foto: Kara

Erster Heimsieg seit Dezember 2019: Bürkle-Team schlägt Coburg nach starker zweiter Halbzeit mit 34:26.

Endlich: Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat seinen ersten Heimsieg seit Dezember 2019 gefeiert. Das Bürkle-Team schlug den HSC 2000 Coburg mit 34:26 (14:13).

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit spielte der HBW in der Sparkassen-Arena zu Beginn des zweiten Abschnitts ganz groß auf. Setzte sich nach einer knappen 14:13-Führung mit einem 8:2-Lauf bis zu einem Treffer von Kapitän Jona Schoch in der 39. Minute auf 22:15 ab. Die Grundlage dafür legten die Hausherren in der Abwehr. Die und Keeper Mike Jensen raubten den Coburgern den Nerv. Denn in der Folge lief bei den Franken nur noch wenig zusammen. Zwar verkürzte Drasko Nenadic noch auf 17:22 (41.), aber das Team von Trainer Jens Bürkle ließ sich davon nicht beeindrucken, spielte konzentriert weiter und distanzierte den HSC peu à peu weiter. Spätestens nach Gregor Thomanns Konter zum 28:19 in der 48. Minute war die Partie zu Gunsten des HBW gelaufen. Am Ende feierten die Gastgeber einen sicheren 34:26-Erfolg.

"Wir haben uns in der Halbzeitpause gesagt, dass wir mehr können und mit mehr Mut auf die gegnerische Abwehr draufmüssen. Was dann passiert ist, war überragend", sagte Spielmacher Lukas Saueressig nach dem Spiel.

Einer munteren Begegnung, die durchaus Zuschauer verdient gehabt hätte, drückte zunächst Coburgs Regisseur Tobias Varvne den Stempel auf. Er erzielte nicht nur vier der ersten fünf Treffer für die Gäste, sondern fand auch immer wieder die Lücke zu Kreisläufer Stepan Zeman.

Doch auch der HBW zeigte sich in der Offensive zielstrebig, Vladan Lipovina ballerte richtig los und hielt die Partie mit seinem 8:8 (17.) ausgeglichen. In Laufe einer Zeitstrafe gegen HBW-Neuzugang Kristian Beciri aber legte Coburg vor – mit einem Treffer ins verwaiste Tor der Gastgeber besorgte der ehemalige Balinger Florian Billek den Franken eine 11:9-Führung (20.).

HBW-Coach Bürkle nahm eine Auszeit, bemängelte darin das Abwehrverhalten: "Wir müssen das im Zentrum besser hinkriegen und auf der linken Seite besser verteidigen." Zwar vergab Gregor Homann danach einen Strafwurf gegen HSC-Keeper Konstantin Poltrum – er und Jensen schenkten sich im ersten Abschnitt nichts – doch sorgten nun Björn Zintel und Jona Schoch mit ihren "Buden" für den Ausgleich (11:11/24.). Coburg nutzte nun eine Überzahl – bei den Hausherren saß René Zobel zwei Minuten draußen – um auf 13:11 vorzulegen, aber Thomann, James Junior Scott und Berici mit seinem ersten Tor für den HBW sorgten für eine 14:13-Pausenführung.

HBW Balingen-Weilstetten: Jensen (bis 54.), Bozic (ab 54.), Ruminsky; Zobel (1), Lipovina (6), Kirveliavicius, Thomann (1), Nothdurft (3), Wiederstein, Grétarsson (2/1), Diebel, Beciri (4), Schoch (5), Zintel (1), Scott (5), Saueressig (5).

HSC 2000 Coburg: Poltrum, Kulhanek (34.-50.); Sproß (1), Kelm, Nenadic (2), Billek (7/4), Mustafic, Zetterman (4), Varvne (7), Schikora, Dettenthaler, Zeman (3), Grozdanic, Schröder (1), Neuhold.

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