Marko Pilic gewinnt dieses Kopfballduell: Der Mittelfeldspieler zeigte gegen Schott Mainz seine beste Leistung in dieser Saison. Foto: Kara

Das 4:1 gegen Schott Mainz sorgt für eine deutliche Besserung der Tabelle. Dabei steht überraschend Elvin Kovac im Tor und überzeugt. Auch Pilic und Eroglu verdienen sich Bestnoten.

Die Startaufstellung der TSG Balingen in den vergangenen Wochen vorauszusagen, ist eine schwierige Aufgabe: Immer wieder standen Spieler – von außen wahrgenommen – überraschend in der Startelf. Gegen die Stuttgarter Kickers startete beispielsweise Jonas Brändle nach sechs Partien ohne Spielzeit, gegen Hessen Kassel kam Tim Hannak ohne vorherige Einsatzminute zu seiner Startelfpremiere. In Bahlingen startete Marko Pilic nach zuvor sechs Einwechslungen in Folge. Die genannten Akteure wurden dann auch allesamt zur Pause wieder ausgewechselt.

 

Am Wochenende gegen Schott Mainz war die spannendste Personalie sicherlich Elvin Kovac. Der Torhüter, kurz vor Ablauf der Transferfrist noch verpflichtet, bekam den Vorzug vor Louis Potye. So kam es wieder einmal in dieser Saison zu einem Tausch zwischen den Pfosten. Während Kovacs Debüt in Sandhausen verfrüht mit einer Roten Karte endete, zeigte er gegen Schott Mainz eine starke Performance. Murat Isik lobte: „Ich war sehr zufrieden mit ihm. Seine Fußabwehr beim Stand von 2:0 war ein ’Big Save’, ganz wichtig.“

Ein toller Reflex

Der Keeper selbst beschrieb die Szene kurz nach dem Seitenwechsel gegenüber unserer Redaktion wie folgt: „Das war einfach ein Reflex aus kurzer Distanz. Ich bin sehr froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“ Wenige Minuten vor dem Ende entschärfte er eine weitere Großchance in Kombination mit dem Pfosten.

Kovac erzählte, dass er am Freitag von seinem Startelfmandat erfahren habe. Für die restlichen vier Partien bis zur Winterpause lautet seine Devise: „Es geht nach Leistung, diese versuche ich abzurufen. Aber natürlich möchte ich gerne im Tor bleiben und mit der Mannschaft so viele Punkte wie möglich holen.“

Highlights und Ballverluste

Ein Protagonist beim Sieg war auch Halim Eroglu: Der 21-jährige Angreifer erzielte beim 4:1-Sieg seine Saisontore drei, vier und fünf. Zwei Mal wurde er in der 1. Halbzeit von der Hintermannschaft der Gäste eingeladen, zwei Mal blieb er cool. Besonders hervorzuheben war sein Treffer zum 3:0, der von Görkem Koca – welcher sein bestes Spiel im TSG-Dress zeigte – ganz stark vorbereitet worden war. Eine „glatte 1“ verhinderten bei Eroglu nur mehrere unnötige Ballverluste in der eigenen Hälfte, welche Mainz immer wieder in gefährliche Positionen brachte.

Marko Pilic als Retter

Einen solchen gab es auch in der 37. Minute: Hier verlor Matthias Schmitz den Ball an der Eckfahne und Mainz kam in der Folge zu einer XXL-Chance. Bereinigt wurde die Situation auf der Torlinie jedoch von Marko Pilic. Dieser sagt: „Ich hab die Situation gar nicht richtig wahrgenommen, weil ich zuvor kurz ausgerutscht bin. Ich bin einfach in den Ball gesprungen und habe ihn mit dem Rücken abgewehrt.“

Ein Dosenöffner?

Es waren jene Szenen, die in der bisherigen Saison oftmals gegen die TSG liefen, am Samstag schlug das Pendel zugunsten der Eyachstädter aus. Der starke Pilic belohnte sich noch mit dem Treffer zum 4:1, passenderweise noch entscheidend abgefälscht. „Der Sieg war extrem wichtig. Es war gut, dass wir nach der Halbzeit in einer schwierigen Phase zunächst die Null gehalten haben. Vielleicht war das heute für mich und die Mannschaft ein Dosenöffner. Wir freuen uns auf die kommenden Wochen“, so Pilic.