Der SC Lahr konnte am Bodensee jubeln. Gegen den Bezirksligisten FC Öhningen-Gaienhofen machten die Männer von Trainer Domenico Bologna das Halbfinale im Verbandspokal klar. Foto: Künstle

Der SC Lahr kann weiter vom Verbandspokal und dem damit verbundenden DFB-Pokal-Ticket träumen. Gegen den Bezirksligisten FC Öhningen-Gaienhofen ließ der Favorit im Viertelfinale zwar einige Chancen liegen, siegte allerdings mit 2:1.

SBFV-Pokal, Viertelfinale: FC Öhningen-Gaienhofen - SC Lahr 1:2 (1:1). Die Lahrer hätten am Bodensee schon in der Anfangsphase für einen entspannteren Nachmittag sorgen können. „Wir haben planmäßig begonnen, haben aber viele Chancen liegen gelassen“, resümiert SCL-Trainer Domenico Bologna. „Es hätte schon in der erste Hälfte 4:1 stehen können. Da das nicht der Fall war, wurde es später noch mal eine unangenehme Aufgabe für uns.“

Der hügelige Platz sei den Lahrern bei den zahlreichen Abschlüssen nicht entgegen gekommen. „Der Ball ist stark gehoppelt und das hat unsere Stürmer beim Abschluss auch verunsichert. Dadurch fehlte die nötige Präzision“, so Bologna. „Der Gegner hatte aber auch ein gutes Konzept und wusste auch mit dem Ball umzugehen. Unser Problem war die fehlende Effektivität.“

In der Startelf fiel das Fehlen von Abwehrchef Simon Zehnle besonders ins Gewicht. Daniel Monga rückte für ihn vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung der Lahrer. „Man hat schon gemerkt, dass das nicht unsere eingespielte Viererkette ist, aber die Jungs haben das gut gelöst. Monga ist unser zweikampfstärkster Spieler“, lobt Bologna. Simon Lehmann meldete sich derweil trotz Erkältung noch einsatzbereit und konnte von Beginn an spielen.

Türöffner für die Gäste war schon früh ein, so der Trainer, „typisches Konstantin-Fries-Tor.“ Der Siebener zog von außen auf dem Weg in die Mitte an zwei Gegnern vorbei und sein Abschluss aus rund 19 Metern fand den Weg zur Führung ins lange Eck (9.).

Schon vor der Pause gelang dem Bezirksligisten – Tabellenführer mit bislang nur einer Niederlage in seiner Liga – jedoch der Ausgleich. „Für mich war das eine 50-zu-50-Entscheidung. Daniel Monga bekam den Ball bei einer Flanke zwar an den Oberarm, aber der Arm war angelegt. Ich hatte einen guten Blick auf die Situation, Schiedsrichter und Linienrichter standen weniger gut“, so Bologna über die Entstehung des Strafstoßes, den Alessandro Fiore Tapia zum Ausgleich verwandelte (33.). „Ansonsten hat der Schiedsrichter die Begegnung, die mit den vielen Zuschauern nah am Platz auch mal hitzig war, aber souverän geleitet“, hält der Lahrer Trainer fest.

Im zweiten Spielabschnitt schwang sich dann der spielende Co-Trainer Violand Kerellaj zum Matchwinner für die Lahrer auf. Er traf nach Dribbling in den Strafraum aus 14 Metern sehenswert unter die Latte (63.).

Im April wartet nun der FC 08 Villingen

Die Gastgeber gingen anschließend ins Risiko. „Sie haben auch offensiv gewechselt“, erklärt Bologna. Der SC Lahr konnte seinen Vorsprung allerdings über die Zeit retten und erwartet nun im Halbfinale des Verbandspokals den FC 08 Villingen, die sich gegen den Bahlinger SC mit 3:2 durchgesetzt haben.

Das Halbfinale startet am 5. April an der Lahrer Dammenmühle. Anstoß ist um 17.30 Uhr. Auf den SC Lahr wartet dann eine besonders schwere Aufgabe. Die Villinger sind Oberligist und der Rekord-Titelträger im Wettbewerb. Schon zehn Mal haben die Schwarzwälder den Pokal gewonnen, zuletzt im Jahr 2021.

SC Lahr: Leptig; Schätzle, Sö. Zehnle, Monga (72. Vogel), Fries (90. Bojang), Wirth, Häußermann (78. Hammad), Kerellaj, Spoth, Kalt, Lehmann.
Tore: 0:1 Fries (9.), 1:1 Tapia (33.), 1:2 Kerellaj (63.).