Instandhaltung: Erst im Herbst 2020 saniert / Jetzt sind schon wieder Reparaturen notwendig

Der Siedlersteg entwickelt sich für die Stadt zu einem Sorgenkind.

Donaueschingen (guy). Zumindest kam zu diesem Schluss Karl-Heinz Koch vom Ingenieurbüro Breinlinger, als er über den hölzernen Fußgängersteg über die Brigach sprach. Das Unternehmen ist mit der Prüfung der Donaueschinger Brücken betraut. Der Übergang in der Hermann-Fischer-Allee wurde erst im Herbst 2020 saniert. Damals hatte man die Stahlbetonstützen gerichtet und die Lager ausgetauscht.

So früh nicht damit gerechnet

Eigens dafür musste die Brücke gar mittels einer Hubvorrichtung um wenige Millimeter angehoben werden. Auch der Dach- und Bodenbelag musste früher wieder auf Vordermann gebracht werden als das ursprünglich angenommen wurde.

Nun stehen erneut Arbeiten an: "Letztes Jahr haben wir die Stützen saniert, das hat prima funktioniert", erklärte Koch. Zwischenzeitlich habe man einige der unteren Holz-Knoten auf Verdacht überprüft: "Wir haben einen Punkt gefunden, da ist nichts mehr da." Das große Glück in diesem Fall: "Der Knoten ist ohne Belastung", so Koch. Diesen Überraschungsfund habe man jedoch zum Anlass genommen, sich alle entsprechenden Knotenpunkte anzuschauen: "Dabei haben wir zwei weitere entdeckt, die Probleme bereiten."

"Das hat uns stutzig gemacht."

Man habe sie provisorisch gerichtet, "wir wollen das aber später richtig instand setzen". Die Entdeckungen an der Holzbrücke sorgten im Nachgang für einiges Kopfzerbrechen: "Das hat uns stutzig gemacht. Wir haben uns deshalb einen Holz-Gutachter mit ins Boot geholt, um die komplette Konstruktion auf Schäden zu überprüfen." Auch das wird mit einigem Aufwand verbunden sein. So etwa die Überprüfung der Bereiche, die über die Bahngleise führen. Das Ganze wolle man vermutlich im September angehen. "Nach dem Gutachten wird dann auch eine erste Kostenprognose möglich sein. Jetzt allerdings noch nicht", erklärte Koch.

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