Seit Samstag läuft die Leichtathletik-WM in Tokio. Am Freitag und Samstag ist die Grosselfingerin Sandrina Sprengel im Siebenkampf im Einsatz. Wir haben mit ihr gesprochen.
Mit ihren 21 Jahren hat die Siebenkämpferin schon einiges erlebt und erreicht – das bisherige Highlight steht aber zweifellos in dieser Woche bevor. Am Freitag und Samstag greifen die Siebenkämpferinnen bei der Weltmeisterschaft im japanischen Tokio ins Geschehen ein. Sprengel ist neben Vanessa Grimm (Königsteiner LV) als deutsche Starterin dabei.
„Ich möchte an meine Bestleistung in Dresden anzuknüpfen. 6400 Punkte wären super. Ich werde versuchen mein Ding zu machen, alles aufzuschnappen und den Wettkampf natürlich auch genießen“, so die Grosselfingerin gegenüber unserer Redaktion. Bereits vergangene Woche machte man sich auf den Weg nach Japan und war zunächst in einem Pre-Camp. Am Dienstag ging es dann in Richtung Tokio, die Weltmeisterschaft läuft bereits seit Samstag. „Die Anspannung war noch nicht so groß, dass wird sich vor Ort sicher ändern“, so Sprengel.
Wettkampf am Freitag und Samstag
Ernst wird es für Sprengel und ihre internationalen Konkurrentinnen am Freitag. Um 10.33 Uhr deutscher Zeit startet der 1. Lauf über die 100 Meter Hürden. Um 11.20 Uhr geht es mit dem Hochsprung weiter. Es folgen noch Kugelstoßen (ab 13.30 Uhr) und das Rennen über 200 Meter (ab 14.38 Uhr), ehe der erste Tag zu Ende geht.
Die Entscheidung fällt dann am Samstag: Um 4.30 Uhr steht Weitsprung auf dem Plan, danach geht es zum Speerwurf (ab 12 Uhr). Zu Ende geht der Wettkampf traditionell mit den 800 Metern (ab 14.11 Uhr). Anschließend wird sich zeigen, wo Sprengel im Tableau steht. „Die Top 10 wären schon sehr, sehr cool. Es geht aber erstmal um den Wettkampf an sich, da ist die Platzierung zunächst zweitrangig“, erläutert Sprengel. Ganz oben zu erwarten sind sicherlich die Belgierin Nafissatou Thiam sowie Anna Hall (USA) und Katarina Johnson-Thompson (England).
Die Vorfreude ist riesig
Mit Grimm, der zweiten deutschen Starterin, teilt sie sich ein Zimmer: „Wir verstehen uns trotz des Altersunterschieds echt gut. Ich finde es immer toll, wenn man so einen Wettkampf nicht alleine machen muss. Wir trainieren aktuell auch zusammen“, geht sie auf ihre 28-jährige Teamkollegin ein.
Andere Wettkämpfe haben Sprengel und Co. bisher nur über TV oder Stream gesehen, da der Flug gen Tokio erst am Dienstag steigt. „Natürlich wäre es vor Ort cool, aber sicher auch viel auf einmal. Von dem her, ist das so vielleicht sogar ganz gut“, meint Sprengel. Und eines ist klar: Nach den Weltmeisterschaften wird sie einiges zu erzählen haben.