Jahresendspurt in der Bundesliga, zwei Spiele im Europapokal und das Pokal-Viertelfinale vor Augen: Nach der Niederlage bei den Bayern geht der Blick beim SC Freiburg nach vorne.
Auch wenn die Auswärtsbilanz des SC Freiburg in München am Samstag nicht verbessert wurde, sorgten die Breisgauer dennoch für ein kleines Ausrufezeichen in der Liga. Denn zwei Tore in der Allianz-Arena waren in dieser Saison noch keinem Team gelungen, auch nicht Borussia Dortmund oder dem FC Chelsea.
Dass die 2:0-Führung des Sport-Clubs im 26. Ligaspiel in München nicht zu einem Sieg reichte, war einem starken Gegner geschuldet, der sich auch vom ersten Zwei-Tore-Rückstand der Saison nicht verunsichern ließ und erneut seine Stärke zeigte. „In der zweiten Halbzeit konnten wir nicht mehr das Niveau halten, dass wir in der ersten Halbzeit hatten“, war SC-Trainer Julian Schuster nach dem Spiel logischerweise nicht zufrieden mit dem Ergebnis.
Und dennoch: Er und seine Mannschaft können speziell aus dem ersten Durchgang einiges Positives für den Jahresendspurt mitnehmen, in dem es für die Freiburger kaum noch Zeit zum Durchatmen gibt. Sieben Spiele in vier Wochen stehen noch auf dem Plan – die Breisgauer sind noch in allen drei Wettbewerben vor der Winterpause gefordert.
Mit Mainz kommt ein Kellerkind nach Freiburg
Und während der SCF in der Europa League derzeit voll auf Kurs K.o.-Phase ist und im DFB-Pokal im Heimspiel gegen den Zweitligisten SV Darmstadt das Viertelfinal-Ticket buchen kann, steht man in der Bundesliga Ende November als Elfter im weiten Mittelfeld der Tabelle. Dass am Sonntagabend (19.30 Uhr) mit Mainz 05 der Vorletzte ins Europa-Park-Stadion kommt und dort mit einem Sieg die Abstiegszone verlassen könnte, macht den Job von Schuster in den kommenden Tagen nicht unbedingt einfacher.
Denn am Donnerstag treten die Freiburger in Pilsen an, bereits am Mittwoch macht sich der SC-Tross auf den Weg nach Tschechien. An eine „normale“ Trainingswoche, wie sie Schuster aus seiner Debüt-Saison ohne Teilnahme am internationalen Geschäft kennt, ist also nicht zu denken.
Schuster vermisst die Trainingseinheiten
„Sehr anspruchsvoll“ sei die Vorbereitung auf die Partien und die entsprechenden Gegner, wenn man „alle drei bis vier Tage“ spiele, sagte der 40-jährige Coach in der vergangenen Woche vor der Partie bei den Bayern. „So schön es ist, international spielen zu dürfen: Was mir wirklich fehlt, sind die Trainingseinheiten“, so Schuster, der mit seinem Team nun erneut vor drei englischen Wochen – mit zwei Europa-League-Spielen und dem Achtelfinale im DFB-Pokal – in Folge steht. Allzu viele Stunden auf dem Trainingsplatz bleiben ihm und seinem Trainerteam also nicht in den kommenden Wochen, in denen in allen drei Wettbewerben die Weichen für ein erfolgreiches Fußball-Jahr 2026 gestellt werden können.