Beim Blitzermarathon müssen Autofahrer wieder mit verstärkten Kontrollen im Straßenverkehr rechnen. (Archivfoto) Foto: Heidepriem

Auch im Zollernalbkreis und den Kreisen Reutlingen, Esslingen und Tübingen läuft derzeit der Blitzermarathon. Nach dem Höhepunkt am Mittwoch zieht die Polizei eine erste Bilanz.

Rund 1000 Autofahrer mussten von der Polizei und den Verkehrsbehörden während des Speedmarathons im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen beanstandet werden.

 

Im Rahmen des europaweiten Speedmarathons haben die Verkehrspolizei und die Polizeireviere im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen in enger Abstimmung mit den Landkreisen und Kommunen am Mittwoch die Geschwindigkeitskontrollen nochmals deutlich intensiviert.

Besonders im Fokus der Überwachungsmaßnahmen lagen dabei die gefahren- und unfallträchtigen Strecken in den vier Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis.

Insgesamt wurden durch das Polizeipräsidium Reutlingen, das an diesem Tag rund 136 Beamtinnen und Beamte an 31 Kontrollstellen einsetzte, und die beteiligten Behörden, die mit 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 25 Kontrollstellen im Einsatz waren, die Geschwindigkeiten von knapp 28.800 Fahrzeugen gemessen.

Während sich die ganz überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer laut Polizei an die Geschwindigkeitsregeln hält, mussten dennoch 1005 Fahrerinnen und Fahrer beanstandet werden. Dabei lag in 43 Fällen die Geschwindigkeitsüberschreitung im Anzeigenbereich – die Betroffenen erwartet mindestens ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro. Sieben Fahrerinnen und Fahrer waren gar so viel zu schnell unterwegs, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen.

Einer der unrühmlichen Spitzenreiter war ein 46-Jähriger, der auf der schmalen, kurvenreichen L 380A zwischen Metzingen-Glems und Eningen mit seinem Audi bei erlaubten 80 km/h rund 60 km/h zu schnell fuhr. Neben zwei Punkten in Flensburg erwartet ihn nun ein Bußgeld von mindestens 560 Euro und zwei Monate Fahrverbot.

Zudem mussten am Mittwoch zwei Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie unter der Einwirkung von Drogen standen. Einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von mindestens 100 Euro erwarteten 14 Fahrer oder Fahrerinnen, die mit dem Handy am Steuer ertappt wurden. Auch mussten 5 Verkehrsteilnehmer verwarnt werden, weil sie keinen Gurt angelegt hatten.

So viele tödliche Verkehrsunfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen, also in den Landkreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis, verloren im vergangenen Jahr bei 35 Verkehrsunfällen 38 Menschen ihr Leben. In neun Fällen, also bei mehr als jedem fünften Verkehrstoten, war überhöhte Geschwindigkeit ursächlich oder mitursächlich. Deshalb sei die Speedweek laut Polizei weiterhin integraler Bestandteil zur Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen. Die intensiven Kontrollen werden in der noch bis Sonntag laufenden Speedweek und auch darüber hinaus fortgesetzt.