Hingucker im tristen Grau: die Heißluftballon-Fahrer der zweiten Klasse aus der Herlinsbachschule Foto: Lupfer

Bunt, kreativ und abgehoben zeigten sich die Kostümierungen am Schmutzigen Donnerstag bei der Elfemess Nummer Eins – und das trotz des Regens.

Schmuddelwetter hält echte Narren nicht auf: Mit der Elfemess Nummer Eins feierten Jung und Alt am Schmutzigen Donnerstag den ersten Höhepunkt der Wolfacher Straßenfasnet. Das Fasnetsmotto „Wir heben ab – Wolfach über den Wolken“ setzten die Fußgruppen auf vielfältige Art und Weise närrisch um. Vergleichsweise erdnah: die Kaffeetanten, die dem Gullerreiter zu dessen 50-Jährigem eine ganze Hühnerschar folgen ließen. Das Familienzentrum St. Laurentius schob die ersten Raketen durch die Stadt, gefolgt von allerlei flugfähigen Kostümen von Schmetterling bis Astronaut.

 

„Wilder Dschungelspaß“ lautete das tierisch bunte Motto der Kita „Pfiffikus“. Einmal mehr eine Augenweide: die kreativen Ideen der Herlinsbachschüler und ihrer Lehrer. Besonders hervorstachen mit ihren tollen Kostümen die Heißluftballon- Fahrer der Klasse zwei. Doch auch die Superhelden der ersten Klassen und die Astronauten aus Klasse 4 waren Hingucker. Ebenso wie die „3er-Aliens“: „Wolfach hebt ab. Aber wir sind gelandet“, verkündete ihr Schild. Touristische Exklusiv-Angebote vermarktete das Team der Stadtverwaltung: Mit Woliane-1 stand „Der Trip ins All“ in Aussicht. Vom Jupiter-Bürgergespräch mit Major Tom über die völlig losgelöste Heirat im All bis zur Ceres-Wassermeister-Mission reichte das Angebot an sündhaft teuren Reisen, die’s nur gegen Bares für die Stadtkasse, aber ohne Rückflug-Garantie gab.

Garantiert ist dafür: 2027 soll die „Altweibermühle“ wieder auf die Festspielbühne kommen. Doch dafür braucht’s noch alles – Schauspieler, Musiker, Sänger, Kulissenbauer und Kostümnäher. Der Tross um Festspielleiter Bernd Schillinger rührte darum kräftig die Werbetrommel. Helfer dürfen sich per E-Mail melden unter der Adresse bernd@narrenzunft-wolfach.de.