Schwimmmeister Sven Konopke zeigt eine der Spalten, wegen der sich die Saisoneröffnung am Klosterweiher verzögert. Foto: Helen Moser

Die Saisoneröffnung am Klosterweiher verzögert sich. Statt wie geplant am Samstag, 27. Mai, kann das Anbaden wohl erst eine Woche später, am 3. Juni, stattfinden. Denn das Naturfreibad birgt aktuell noch potenzielle Gefahrenstellen für die Badegäste.

Zwischen den Bodenplatten im Nichtschwimmerbereich des Klosterweihers tun sich teils mehrere Zentimeter breite Schlitze auf. An manchen Stellen sind die Fugen nach wie vor verschlossen – an anderen hingegen hat sich der elastische Fugenspachtel gelöst. Das ist ein Problem, das behoben werden muss, bevor die Saison am Klosterweiher beginnen kann, ist man sich bei der Stadtverwaltung einig. Zu groß ist das Risiko, dass sich ein Badegast verletzen könnte. Da die äußeren Bedingungen bislang keine Beseitigung zugelassen hatten, führt der Schaden dazu, dass sich der Start der Badesaison am Klosterweiher nach hinten verschiebt. Voraussichtlich soll es nach aktuellem Stand eine Woche später losgehen, informiert die städtische Pressesprecherin Victoria Dillmann.

Teils sind die unverfugten Spalten recht breit, sodass die Gefahr, die von ihnen ausgeht, für die Stadt nicht verantwortbar ist. Foto: Helen Moser

„In dem Maß hatten wir das noch nie“, erklärt Bauhofleiter Hanspeter Boye mit Blick auf die offenen Fugen zwischen den Bodenplatten im Nichtschwimmerbereich des Klosterweihers. Man habe zwar in den vergangenen Jahren schon immer mal wieder Ausbesserungsarbeiten vornehmen müssen, doch dieses Jahr seien die Schäden besonders schlimm. Wie jedes Jahr ist der Wasserstand des Badesees derzeit um ein gutes Stück abgesenkt, sodass der Boden des Nichtschwimmerbereichs nicht mehr unter Wasser liegt und Schwimmmeister Sven Konopke ihn mit dem Dampfstrahler reinigen kann.

Regen machte Reparatur bisher unmöglich

Doch nun kommt eine weitere Aufgabe hinzu: Zahlreiche Spalten zwischen den Bodenplatten müssen neu ausgefugt werden. Hoffentlich könne man das in der kommenden Woche erledigen, meint Boye. „Wir hoffen auf ein paar Tage ohne Regen“, sagt der Leiter des städtischen Bauhofs auch mit Blick auf das niederschlagsreiche Wetter der vergangenen Wochen, das für die Verzögerung der Saisoneröffnung gesorgt hat. Denn durch die starken Regenfälle hatte es sich als schwierig herausgestellt, den Wasserspiegel des Klosterweihers weit genug abzusenken, um das Ausfugen in Angriff zu nehmen.

Insgesamt laufen die Arbeiten, um den Klosterweiher aus dem Winterschlaf zu erwecken, bereits seit rund sechs Wochen, erklärt Schwimmmeister Konopke. Und bis auf die Fugen im Nichtschwimmerbereich ist der Badesee im Wesentlichen auch bereit für die Saison. „Wenn das nicht wäre“, sagt Konopke mit Blick auf die Fugen, „könnten wir aufmachen.“

Sicherheit steht an erster Stelle

Dass sich die Eröffnung samt Anbaden nun nach hinten verschiebt – und das voraussichtlich um eine Woche –, ist aus Sicht der Stadtverwaltung zwar „schade“, wie Pressesprecherin Dillmann betont. „Aber die Sicherheit ist einfach wichtiger.“ Das Risiko, dass sich ein Badegast aufgrund der Schäden verletzen könnte, „wollen wir einfach nicht eingehen“, betont Dillmann. Es sei nun mal das Los eines Naturgewässers wie des Klosterweihers, dass man sich auf die Wetterbedingungen einstellen müsse. Der Verkauf von Saisonkarten – für St. Georgener Bürger bis zum Anbaden zu einem ermäßigten Preis – laufe ungeachtet der Verzögerung des Saisonstarts weiter.

Absaug-Aktion läuft weiter

Planung
Zwar ist das Absaugen des Klosterweiher-Schlamms in der der Liegewiese zugewandten Seite des Badesees noch nicht ganz abgeschlossen, wie Schwimmmeister Sven Konopke sagt. Auswirkungen auf die Badesaison wird dies allerdings keine haben. Die Arbeiten werden mit dem Start derselben in die andere Hälfte des Sees – also in Richtung Bundesstraße 33 – verlagert. Nach dem Ende der Badesaison kann dann der verbleibende Schlamm in der anderen Hälfte des Klosterweihers abgesaugt werden.

Vorsicht
Die beiden Hälften des Klosterweihers werden auch während der Badesaison voraussichtlich nicht voneinander abgetrennt. Schwimmmeister Konopke zählt auf die Vernunft der Schwimmer, sich dem Truxor – so heißt das Amphibienfahrzeug, mit dessen Hilfe der See entschlammt wird – nicht zu nähern.