Die Rabatte (rechts) wird verkleinert, und der Poller wird versetzt auf eine mittige Position. Foto: Herbert Frey

Der Sperrpfosten, der auf der zur Fahrradstraße umfunktionierten Müllheimer Straße in Höhe der Einmündung Bühlstraße steht, kommt nicht weg, sondern wird versetzt.

Nach einem Antrag der Grünen, dieses Hindernis zu entfernen, beschäftigte sich die Verkehrsschau intensiv mit der Situation. Über das Ergebnis berichtete Bürgermeister Lorenz Wehrle nun im Bauausschuss.

 

Raumgewinn durch Umbau

Demnach soll die Rabatte an der dortigen Grundstücksmauer verkleinert werden, wodurch man vier Quadratmeter Fläche gewinnt. Das Verbindungsstück zwischen Fahrradstraße und Bühlstraße werde dadurch breiter. Der Pfosten solle dann mittig gesetzt werden, so Wehrle.

Poller dient der Verlangsamung

Radler, die entlang einer Straße auf der „falschen Seite“ fahren – hier also von Haltingen in Richtung Kernstadt – seien für Linksabbieger schwer zu sehen. „Solche Situationen führen landesweit immer wieder zu schweren Unfällen“, gab Wehrle die Einschätzung der Polizei wieder. Die Polizei wolle auf den Poller deshalb nicht ganz verzichten, weil sie ihn zur Verlangsamung des Fahrradverkehrs vor der Kreuzung für notwendig halte.

Gefahrzeichen auf der Straße

Außerdem soll auf der Bundesstraße ein Gefahrenzeichen angebracht werden, das Linksabbieger darauf aufmerksam mache, dass sie mit Fahrradfahrern zu rechnen haben, so Wehrle weiter. Langfristig, so regte die Verkehrsschau an, sei die Kreuzung insgesamt von einem Fachbüro zu überplanen, was aber noch nicht in die Wege geleitet worden sei. „Die verkehrliche Anordnung ist sehr verantwortungsvoll getroffen worden und soll nun erst einmal so umgesetzt werden“, lautete Wehrles Fazit.

Bernhard Scharf (Grüne) leuchtete die Sinnhaftigkeit einer Versetzung des Pollers aber nicht ganz ein. Linksabbieger auf der B 3 müssten ohnehin meist warten, weil Gegenverkehr herrsche. Dafür würden Radler Autofahrer auf der Bühlstraße zu spät sehen, weshalb dort eine Schwelle sinnvoller wäre. Peter Reinacher wies dagegen auf die „radelnden Schülermassen“ hin, die zu Stoßzeiten die Kreuzung an dieser Stelle passieren. Ohne Pfosten sei die Gefahr größer, dass sie dies ungebremst tun.