An der Josef-Eberle-Brücke schützten Sandsäcke den Nikolausmarkt gegen wahnsinnige Autofahrer. Foto: Michael Hahn

Beim Nikolausmarkt kamen kostengünstige, aber effiziente Sicherheitssperren zum Einsatz. Rottenburg galt aber auch nicht als besonders riskant.

„Armis One“ heißen die mobilen Straßensperren einer Schweizer Spezialfirma, die neuerdings bei Großveranstaltungen in der Region zum Einsatz kommen.

 

Die Stadt Reutlingen hat eine größere Zahl davon angeschafft, und verleiht sie auch an Nachbarstädte, zuletzt für die Tübinger Schoko-Messe Chocolart. Kostenpunkt: wöchentlich 800 Euro, pro Modul.

Die Stadt Rottenburg hat am vergangenen Wochenende auf eine kostengünstigere Variante gesetzt: auf den guten alten Sandsack. Am Zugang zur Josef-Eberle-Brücke befüllte die Feuerwehr zwei große Gitterboxen damit: Da wäre kein Amok-Fahrer mehr durchgekommen mit seinem Geländewagen (und, praktischer Nebeneffekt: wohl auch kein Schlaumeier, der nur seinen Marktstand mal kurz mit neuer Ware hätte beliefern wollen).

Wie reagieren bei Notfall?

Aber eben auch kein Rettungsfahrzeug. Wie man da im Notfall reagiert hätte, wollte die Rottenburger Stadtverwaltung auf Nachfrage nicht erläutern. Mutmaßlich hätten ein paar tatkräftige Feuerwehrleute die Gitterboxen in Minutenschnelle auch wieder geleert und zur Seite geschoben.

Die anderen Marktplatz-Zufahrten oben an der Königstraße sind ohnehin ganzjährig durch versenkbare Poller gesichert. Der Poller am Dom allerdings sei am Wochenende vorübergehend ausgefallen, teilte die Stadt mit. Deswegen habe man dort kurzfristig eine weitere Gitterbox aufgestellt. Aber hatten die Behörden für den Nikolausmarkt überhaupt irgendwelche besonderen Sicherheitsbedenken? Auch dazu: keine Antwort.