An der Kasse im Parkhaus Traube wird auf die Videoüberwachung hingewiesen. Foto: Bernklau

Beim Thema Videoüberwachung zeigt sich die Stadt Nagold zurückhaltend mit Informationen. Immerhin: Es gibt erste Erfolge zu vermelden.

In vielen Städten gehört sie inzwischen zum ganz normalen Stadtbild: die Videoüberwachung. Das ist seit einiger Zeit auch in Nagold der Fall. Allerdings beißt die Redaktion mit ihrer Frage, wie viele Überwachungskameras denn im Stadtgebiet im Einsatz sind, auf Granit. Die Zahl dürfe man „aus Sicherheitsgründen“ nicht nennen, antwortet Julia Glanzmann, Pressesprecherin der Stadt Nagold, auf eine entsprechende Frage der Redaktion.

 

Gleiches gilt übrigens auch für die genauen Standorte der Kameras. Da nennt die Stadt immerhin einzelne Beispiele: Überwachungen gebe es am ZOB, an der Häfele-Arena und am City- und Ausweisterminal. Unkonkreter wird es bei den Überwachungen an Parkhäusern und Schulen. Da ist die Rede von „verschiedenen Parkhäusern“ und „einzelnen Schulen“. Genauere Angaben gibt es von der Stadt nicht.

Ausbau der Überwachung nicht ausgeschlossen

Auch was die Erkenntnisse oder Ergebnisse aus der Videoüberwachung angeht, bleibt man bei der Stadt im Unklaren. Eines könne man allerdings schon sagen: In „Einzelfällen“ habe man die Überwachung bereits für die Aufklärung nutzen können, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt Nagold. Genauere Angaben gibt es allerdings auch da nicht.

Schon an der Einfahrt des Nagolder Traube-Parkhauses wird auf die Videoüberwachung hingewiesen. Foto: Bernklau

Von den bisherigen und den zukünftigen Erfahrungen mit der Überwachung hänge es auch ab, ob man auch an weiteren Stellen Videoüberwachung installieren werde. Die Stadt schließt es jedenfalls ausdrücklich nicht aus, dieses Mittel in Zukunft noch intensiver zu nutzen.

Kosten hängen von einer Vielzahl von Faktoren ab

Ein wichtiger Punkt bei der Ausdehnung der Videoüberwachung in der Stadt dürften auch die Kosten sein, die bei der Installation weiterer Kameras entstehen werden. Und die Kosten hängen dabei von einer Vielzahl von Faktoren ab.

Entscheidend seien laut Stadt unter anderem die Anzahl der Kameras und ihre genaue Positionierung sowie die Frage, wie gut die jeweiligen Montageorte erreichbar sind und welcher Aufwand für die Verkabelung entsteht.

Keine Erfahrungswerte zur Reparaturanfälligkeit und Nutzungsdauer

Außerdem spiele eine Rolle, wie die Speicherung der Videodaten organisiert werden soll und ob aufgrund schwieriger Lichtverhältnisse oder anderer Besonderheiten Spezialkameras erforderlich sind. Auch der Umfang und die Komplexität der Planung sowie möglicherweise erforderliche zusätzliche Installationen beeinflussen die Gesamtkosten. Eine Videoüberwachung ist natürlich auch nur möglich, wenn vor Ort ausreichend Strom zur Verfügung steht.

Eine „verlässliche Kostenschätzung“ sei daher nur „mit viel Aufwand“ möglich, zumal der Stadt aktuell noch keine Erfahrungswerte zur Reparaturanfälligkeit und Nutzungsdauer der Überwachungseinrichtungen vorliegen.