Um die Sicherheit und das Wohlbefinden aller Festivalbesucher weiter zu stärken, setzt das Stimmen-Team dieses Jahr ein in den vergangenen Monaten entwickeltes Awareness-Konzept um.
Begonnen hat die Entwicklung dieses Konzepts mit der sogenannten Nachtsam-Schulung, wie es in einer Mitteilung heißt. „Nachtsam“ ist eine Kampagne des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration in Baden-Württemberg, die darauf abzielt, durch Schulungen und Beratung mehr Sicherheit im Nachtleben zu gewährleisten und sexuelle Belästigung sowie Übergriffe zu verhindern.
„Mit dem darauf aufbauenden Awareness-Konzept möchten wir sicherstellen, dass sich die Gäste bei den Veranstaltungen wohl und sicher fühlen und einen ungestörten Konzertabend genießen können“, wird Fabienne Bucher (Marketing) zitiert, die das Konzept gemeinsam mit Jessica Benner (Ticketing) entwickelt hat und betreut. Besonders gegen sexualisierte Gewalt im Nachtleben soll präventiv vorgegangen werden, legen sie dar.
„Alarmierende Zahlen“
Die Notwendigkeit eines Awareness-Konzepts ergibt sich laut Mitteilung aufgrund von „alarmierenden Zahlen“: In Deutschland erlebt laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexuelle Gewalt, und jede siebte Frau erfährt schwere sexualisierte Gewalt. Als Ansprechpartner steht das Awareness-Team beim Stimmen-Festival indes sämtlichen Besuchern zur Verfügung.
Die Helfer
Das ehrenamtliche Team besteht aus insgesamt drei bis fünf Freiwilligen. Es war beziehungsweise ist während der Open-Air-Konzerte im Wenkenpark Riehen, im Rosenfelspark Lörrach, auf dem Marktplatz Lörrach, auf der Limowiese des Werkraum Schöpflin und auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein vor Ort und bietet Unterstützung in schwierigen Situationen. Das Team ist leicht an den grünen Warnwesten zu erkennen und über eine spezielle Telefonnummer, die vor Ort unter anderem auf Plakaten und Visitenkarten bekannt gegeben wird, erreichbar.
Kein Ersatz für Polizei
Das Awareness-Team ist laut den Verantwortlichen kein Ersatz für Security oder Blaulicht-Organisationen. Sollte aber jemand Hilfe benötigen oder merkwürdige Vorkommnisse beobachten, kann sich die Person jederzeit an das Team wenden, wird empfohlen. Es wird alles darangesetzt, die betroffenen Personen umgehend und situationsgerecht zu unterstützen, heißt es.