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Sicherheit auf Reisen In diesen Ländern droht Gefahr

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In Paris wird Urlaubern zur besonderen Vorsicht geraten. Foto: dpa

Stuttgart - Sicherheit auf Reisen ist für die Mehrheit der Deutschen das entscheidende Kriterium bei der Wahl des Ferienortes. Gefahren drohen aber nicht nur durch Terroranschläge, sondern auch durch willkürliche Verhaftungen, Waldbrände und Erdbeben. Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes gibt es daher nicht nur für als bedenklich eingestufte Länder wie Ägypten und Türkei, sondern auch für Italien, Kroatien und Frankreich. Die Antwort auf die Frage, wie sicher ein Urlaubsland ist, hängt aber auch von der Perspektive ab. Aus Sicht des US-Außenminsteriums sollten Amerikaner auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorsichtig sein. -

Frankreich: Vorsicht in Großstädten

Eine Reisewarnung gibt es für Frankreich nicht. Dennoch bleibt die Sicherheitslage in dem Nachbarland sehr angespannt. Seit Anfang 2015 ist Frankreich Ziel mehrerer Terroranschläge geworden: 2015 gab es die verheerende Anschläge in Paris und im Juli 2016 in Nizza. In diesem Jahr wurden mehrmals Polizisten auf dem Champs-Élysées in Paris angegriffen. Deswegen wird Reisenden zu besonderer Vorsicht geraten, insbesondere in Paris und in anderen Großstädten. Der seit November 2015 verhängte Ausnahmezustand wurde bis Mitte November 2017 verlängert. In diesem Zusammenhang gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen, zum Beispiel Zugangskontrollen an Flughäfen, Polizeipräsenz in U-Bahnen und auf Straßen, Stichprobenkontrollen an Bahnstationen und Bahnhöfen. Daneben finden bis November Kontrollen an den Landesbinnengrenzen Frankreichs statt, also zu Belgien, Luxemburg, Deutschland, Italien, Spanien und der Schweiz. Reisende sollten ständig ein Ausweisdokument mit sich führen. Sicherheitshalber sollte bei Flugreisen von und nach Frankreich auf der Website der betroffenen Fluggesellschaft geschaut werden, ob sich kurzfristig etwas bei dem gebuchten Flug ändert.

Österreich: Warnungen für US-Bürger

Was die landesspezifischen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes betrifft, ist die Sache klar: „Für Österreich besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.“ Völlig ausgeschlossen ist es dennoch nicht, dass einem nachts ein Reh vors Auto läuft, was Tier- aber auch Personenschäden nach sich ziehen kann. Und trotz bester Bademeister kann man auch das Risiko, in einem österreichischen Badesee zu ertrinken, nie völlig ausschließen. Politisch hingegen ist das Land stabil: Die rechtspopulistische FPÖ würde zwar seit Jahrzehnten gerne fremdenfeindliche Politik machen, doch es fehlt ihr die Mehrheit dafür. Denn die österreichische Zivilgesellschaft ist stark. Wobei das US-State-Department seine Bürger auf Österreichreise durchaus zur Vorsicht mahnt: „US-Bürger sollten das Umfeld von Protesten und Demonstrationen vermeiden. Demonstrationen können konflikthaft werden und möglicherweise in Gewalt eskalieren.“ Vor Demonstrationen in Deutschland und in der Schweiz warnen die US-Behörden übrigens ebenfalls. Aber man weiß ja: In europäischer Erdkunde sind die Amis nicht besonders firm.

Türkei: Menschansammlungen meiden

Seit 2015 gab es immer wieder Terroranschläge in Istanbul und Ankara, auch der Flughafen in Istanbul war betroffen. Auch künftig sind aufgrund der angespannten innenpolitischen Lage gewaltsame Auseinandersetzungen und Anschläge nicht auszuschließen. Das Auswärtige Amt rät Urlaubern dazu, generell Menschenansammlungen zu meiden. Manche Reiseveranstalter haben als Vorsichtsmaßnahme Ausflüge in große Städte ganz aus dem Programm gestrichen. In den Touristenhochburgen entlang der Mittelmeerküste war es bisher aber ruhig. Manche Hotelanlagen haben eigene Sicherheitsvorkehrungen getroffen und beispielsweise eine Kontrolle am Eingang installiert.

Seit dem gescheiterten Putschversuch vor einem Jahr laufen massive Verhaftungswellen, die Opposition wird unterdrückt. Zuletzt wurden in der Türkei mehrere Deutsche, darunter ein Menschenrechtler, ohne Angabe von Gründen verhaftet. Der völkerrechtlich übliche konsularische Beistand wurde den Betroffenen teilweise verweigert. Besonders gefährdet sind Personen, die auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzen. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.

Ägypten: Warnung für bestimmte Gebiete

In Ägypten herrscht Ausnahmezustand: „Die Maßnahme geht mit erhöhten Eingriffsbefugnissen für Sicherheitskräfte und Militär einher“, schreibt das Auswärtige Amt auf seiner Website und zählt einige der Anschläge auf, die das nordafrikanische Land zuletzt erschüttert haben: Erst am 14. Juli wurden bei einem Anschlag auf einen Polizeiposten rund 40 km südlich von Kairo fünf Polizisten getötet. Es kommt immer wieder zu Anschlägen auf koptische Kirchen. Und weiter: „Am 31. Oktober 2015 stürzte ein Passagierflugzeug nach dem Start in Sharm el-Sheikh über dem Sinai ab. Als Absturzursache wurde ein Sprengsatz an Bord ermittelt.“ Von einer Reisewarnung gegen das Land, dessen Regierung seit dem Militärputsch vor 4 Jahren rabiat gegen die Opposition vorgeht, hat das Amt jedoch abgesehen und es bei einer Teilreisewarnung belassen: „Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet wird gewarnt.“ Interessant für Touristen, die trotz moralischer Bedenken und komplizierter Flugverbindungen am Roten Meer urlauben möchten: „Von Fahrten abseits des Küstenstreifens wie zum Berg Sinai und dem Katharinenkloster wird gänzlich abgeraten.“ Reisenden nach Ägypten wird empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes einzutragen.

Italien: Erdbeben und Waldbrände

In Italien toben heftige Waldbrände. Seit Mitte Juni verbrannte etwa so viel Fläche wie im gesamten vergangenen Jahr. Besonders betroffen sind Süditalien, Region um Rom und Sizilien. Durch die Brände sind mit Verkehrsbehinderungen, aber auch Sichteinschränkungen zu rechnen. Urlauber sollten sich auch darauf einstellen, dass unter Umständen auch Ferienorte in den besonders betroffenen Gebieten evakuiert werden müssen. Waldbrände gab es auch an der kroatischen Adriaküste, sie sind aber unter Kontrolle. Angesichts des anhaltend trockenen und heißen Wetters besteht aber weiterhin eine Brandgefahr.

In den zentralitalienischen Regionen Marken, Umbrien und Latium muss zudem mit kleineren Erdbeben gerechnet werden, nachdem dort im vergangenen Jahr und im Januar die Erde gebebt hatte.

Schließlich kann wie auch in vielen anderen Ländern das Risiko terroristischer Anschläge auch für Italien nicht völlig ausgeschlossen werden. Reisenden wird daher empfohlen, sich in größeren Menschenansammlungen mit erhöhter Aufmerksamkeit zu bewegen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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